Potsdamomente

Entdecke Potsdam mit der Kamera. Und mit mir.

Hinter den Kulissen des Stadthauses

Das GebĂ€ude, in dem sich das Potsdamer Rathaus befindet, wird auch „Stadthaus“ genannt. Hier konnte ich im Rahmen einer FĂŒhrung (es ist schon ein Weilchen her) „hinter die Kulissen“ blicken.

Die Treppen im Potsdamer Rathaus

Warst du schon einmal im Stadthaus? Dann kennst du bestimmt die grandiosen Treppen im Foyer. Mich haben jedoch die TreppenhĂ€user ĂŒberrascht, die es zudem noch gibt. Sie sind ein wenig versteckt und haben wunderschöne GelĂ€nder und SĂ€ulen.

Ein Blick in die Bibliothek

Ich liebe BĂŒcher und Bibliotheken sind das Zuhause von BĂŒchern. Ein Ort, der es vermag, mich in Neugier und Begeisterung zu versetzen – okay, es ist eine Verwaltungsbibliothek, aber schaut nur, diese schönen BĂŒcher und das schöne dunkle Holz!

Alte BĂŒcher in der Bibliothek im Rathaus Potsdam
Eine alte Uhr in der Bibliothek

Schöne TĂŒren

Ja, auch wer eine SchwĂ€che fĂŒr TĂŒren hat findet im Stadthaus sehr schöne Exemplare. Besonders schön finde ich den Hauch des Antiken und den altbackenen Charme der frĂŒhen 90er Jahre. Hier spĂŒrt man die Schwere der prall gefĂŒllten Aktenordner, das Quietschen der Schreibtischschublade und das fusselig-klebrige GefĂŒhl der alten Auslegeware. Zusammen ergibt es ein GefĂŒhl der geschĂ€ftigen TrĂ€gheit, des altehrwĂŒrdigen Wandels.

Ausblicke mit neuen Perspektiven

Jetzt kommen wir zu einem Geheimtipp, den ich bisher noch nicht verraten habe. Die Ausblicke aus den Fenstern sind genial, besonders einer hat es mir angetan. Wenn man richtig steht, hat man von dort aus eine gute Aussicht auf das Nauener Tor – zwischen dessen beiden TĂŒrmen taucht plötzlich die Kuppel der Nikolaikirche auf!

Blick in den Innenhof des Stadthauses
Aussicht aus dem Fenster

In den GĂ€ngen

Die langen GĂ€nge, die von TĂŒren unterbrochen sind, ergeben fĂŒr mich auch ein schönes Fotomotiv. Sie wirken endlos, als könnte man sich darin leicht verirren.

Gang im Stadthaus

Eine der schönsten Garagen Potsdams?

Wo parkt eigentlich der OberbĂŒrgermeister? Seine Garage befindet sich in diesem GebĂ€ude an der Seite, das noch ein Obergeschoss im Fachwerk-Stil besitzt.

Die Garage des BĂŒrgermeister-Autos

Es gibt natĂŒrlich noch mehr

Macht euch doch selbst ein Bild. Zum Stadthaus kommt ihr z.B. aus der Innenstadt mit der Straßenbahn 92 oder 96. Die Haltestelle heißt „Rathaus Potsdam“.

KirschblĂŒte am Wiesenpark

Es ist wieder KirschblĂŒten-Zeit in Potsdam! Überall blĂŒhen sie und am Kleinen Wiesenpark sind zuerst die rosafarbenen BlĂŒten dran, danach folgen die weißen.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wo denn ĂŒberhaupt dieser Kleine Wiesenpark ist? Schaut mal bei Google Maps. Zudem kommt ihr mit der Tram 92, Haltestelle Hannes-Meier-Straße sehr gut dort hin.

Fotografisch besonders spannend ist fĂŒr mich der Kontrast zwischen dem Sportplatz (ganz modern und clean) und den ĂŒppigen BlĂŒten.

Wer diese Fotos kostenlos nutzen möchte, findet sie unter https://www.pexels.com/de-de/@potsdamomente.

Mohnblumenfelder in der Lennéschen Feldflur

Im Sommer 2020 waren die Fehler der LennĂ©schen Feldflur voller Rot und voller Fotograf*innen! Der Mohn blĂŒhte wie verrĂŒckt und verzauberte mich. Gerade bei Sonnenuntergang wirkte alles zu schön, um wahr zu sein. Mit euch möchte ich noch einmal kurz zurĂŒckblicken in den vergangenen Sommer. Aber seht doch einfach selbst


Ideen sammeln fĂŒr Mohnfotos

Es gibt so viele schöne Möglichkeiten, die MohnblĂŒte abzulichten – und ich denke auch sehr darĂŒber nach, ob nicht auch PortrĂ€tfotos hier schön wĂ€ren. Auf Pinterest habe ich begonnen, Ideen fĂŒr schöne Mohnfotos zu sammeln. Vielleicht kommt der Mohn ja im nĂ€chsten Jahr nochmal auf die Felder? Dann bin vorbereitet!

  • Mohnblumen in Verbindung mit einem Spinnennetz im Gegenlicht – hier wĂ€re es gut, Wassertropfen aufzusprĂŒhen
  • Ganz klassisch: eine schöne Frau in einem mohnblumenroten Kleid, steht auf dem Mohnblumenfeld. Hier wĂ€re ein Teleobjektiv gut, damit die BlĂŒten nicht zu klein wirken.
  • Eine Person hĂ€lt auf dem Mohnfeld einen ĂŒppigen Strauß aus Feldblumen in der Hand.
  • Eine MohnblĂŒte direkt vor der untergehenden Sonne platzieren – vielleicht mit einem Makroobjektiv fotografieren?
  • Vielleicht fĂ€llt mir bis zum Sommer noch mehr ein.
Schon fast verblĂŒht: Mohn in der LennĂ©schen Feldflur
Wenn die Sonne genau im richtigen Winkel steht

Bitte RĂŒcksicht nehmen

Die Mohnfelder sind einfach schön. Genau das jedoch wird ihnen zum VerhĂ€ngnis, denn natĂŒrlich nutzen Fotograf*innen die Chance und gehen hinein. Immer mehr Trampelpfade entstehen, wĂ€hrend im Sommer die Mohnfelder zur PilgerstĂ€tte werden. Das ist nicht gut und ziemlich bald auch nicht mehr schön anzusehen.

  • Nutzt vorhandene Pfade. Trampelt keine Pfade ins Feld.
  • Geht nicht tief in die Felder, bleibt am Rand und nehmt RĂŒcksicht, denn sonst könnt ihr großen Schaden anrichten.
  • Überlegt ganz genau, ob ihr wirklich in das Feld gehen solltet oder ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, ein Foto zu machen.
  • Meist blieb ich am Feldrand und ging einfach ganz tief auf den Boden. Wenn die Sonne tief steht, ist der Feldrand eines der besten Motive.

Mein Potsdamomente-Kalender und der zu dunkle Druck (mit Happy End)

Im letzten und vorletzten Jahr gab es immer einen Potsdamomente-Kalender – und auch dieses Jahr wollte ich einen erstellen. FĂŒr 2021 sollte der Potsdamomente-Kalender ganz besonders gut werden. Das Kalendarium, die Texte, alles sollte ein bisschen mehr auf die WĂŒnsche derer eingehen, die den Kalender gerne haben wollten.

Ich schmiedete sogar schon PlĂ€ne, den Kalender auch bei Etsy zu verkaufen, anstatt ihn zu verschenken. Zudem kĂŒmmerte ich mich um eine vernĂŒnftige Kalkulation, kaufte schöne feste UmschlĂ€ge, Seidenpapier und stanzte Etiketten. Jab. Das war schon ein großer Schritt und viel (sehr viel) Zeit und auch Geld flossen hinein. Ich fĂŒhlte mich fast professionell.

Der Kalender fĂŒr 2021 sollte besonders gut werden

2020 ist kaum auszuhalten. Neues Jahr, neuer Kalender! Ich wollte auf jeden Fall ganz pĂŒnktlich fertig sein!
Ihr mĂŒsst wissen, dass ich meinen allerersten Kalender in solcher Eile erstellte, dass ein Motiv doppelt vorkam – das war 2019.
Den zweiten, fĂŒr 2020 verschenkte ich dann einfach so, weil ich nett bin. Darin gab es viele Potsdam-Termine, die nie stattfinden konnten.
Den dritten, den fĂŒr 2021, wollte ich so professionell und gut gestalten, dass ich zumindest meine Produktionskosten wieder ausgleichen konnte. Nun ja. Da haben mir noch einige Erfahrungen gefehlt, wĂŒrde ich sagen.

Fotokalender nie ohne Farbprofil drucken lassen

Ich ĂŒbersah, dass ein Farbprofil beim Fotokalender-Druck sehr hilfreich gewesen wĂ€re. Ich habe es nicht beachtet und die Bilder wurden allesamt zu dunkel. Zwei Motive waren einfach nicht mehr zu retten. Was im PDF noch gut aussah, konnte man in Druck dann nicht mehr gebrauchen.

Ich war so unendlich traurig, als ich das Ergebnis sah! Vorher hatte ich einige Leute gebeten, dass sie sich meinen Entwurf ansehen sollten – auch deren Zeit sollte doch nicht umsonst gewesen sein! Also riss ich mich zusammen und ließ bei einem richtig guten Anbieter fĂŒr Fotoprodukte die Fotos ausbelichten, damit die Töne der Fotografien diesmal nicht verloren gehen sollten. Der Plan ging auf und ich klebte dann in alle Kalender nochmal die zwei Motive ein.

Wenn der Druck viel zu dunkel ist, hilft nur Überkleben!

Fotokalender nie ohne Gewerbeschein verkaufen

So hĂ€tte ich die Kalender jetzt dennoch nicht verkaufen können, aber es gab noch eine zweite Sache, die dem ganzen Ding mit dem Verkauf im Weg stand: sobald man etwas verkauft und damit einen Gewinn erzielt, benötigt man einen Gewerbeschein. Diesen hĂ€tte ich mir auch noch besorgen können, wĂ€re das in Potsdam online möglich. Hier streikt jedoch die Webseite. Und was da noch alles dranhĂ€ngt, puh
 Ich muss mich da erst einmal einlesen. Vielleicht irgendwann mal ein Shop, denn ich hab schon Lust darauf, mehr Printprodukte zu gestalten. Das macht mir einfach sehr Spaß und ich lerne gerne dazu.

Gibt’s ein Happy End?

Die Kalender lagen nun also bei mir.

Das Papier fĂŒhlte sich gut an (wichtig!).

Die GrĂ¶ĂŸe war perfekt.

Das Kalendarium gut durchdacht und mit viel guten Feedback gestaltet.

Ein A5-Tischkalender, der bestimmt immer noch sehr gut auf einem Schreibtisch wirken wĂŒrde.

Nur diese Schönheitsfehler


Und dann dachte ich mir, warum erfĂŒlle ich nicht einfach den Zweck der Instastory und zeige die ganze Misere, wie sie wirklich ist. RealitĂ€t und so.
Dann passierte etwas Herrliches: Es meldeten sich ĂŒber den Abend hinweg immer wieder Menschen, die den Kalender trotzdem haben wollten! Ich war so aufgeregt und dauernd brummte mein Handy.

Ich musste ĂŒberlegen, was ich tun sollte. Also entscheid ich mich wieder fĂŒr die alte Tradition, die es ja in den Jahren davor auch schon gab: Verschenken. Nur diesmal hatte ich schon so viel Geld ausgegeben fĂŒr die UmschlĂ€ge und die Reparatur und das Seidenpapier und ich traute mich dann zum ersten Mal, die Portokosten nicht zu ĂŒbernehmen. DafĂŒr hatten ausnahmslos alle VerstĂ€ndnis. Das war so ein schönes GefĂŒhl!

Klar, meine Kosten wurden (wieder) nicht gedeckt. Aber es gibt ein paar Leute, die sich trotzdem freuen und das ist toll!

Ich liebe es total, die Kalender zu verpacken und alles zu beschriften.

Und ein zweites Happy End gibt es auch noch. Ich habe nĂ€mlich dann nochmal alle Fotos neu bearbeitet und einen A4-Kalender gestaltet. Dort habe ich auch fĂŒr jeden Monat noch eine kleine Aquarell-Stil-Grafik gestaltet, fĂŒr den Hintergrund. Diese Kalender werde ich dann aber wirklich nach und nach verschenken. Die Kalendersoftware, mit der ich das gemacht habe, wird jetzt auch nochmal ĂŒberarbeitet, sodass dieses Problem mit der Dunkelheit vielleicht in Zukunft nicht mehr auftritt ().

Postdamomente-Kalender zum Herunterladen

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie der Potsdamomente-Kalender fĂŒr 2021 nun eigentlich aussieht, dann habe ich etwas fĂŒr euch. Ein paar Exemplare habe ich hier noch. Schreibt mir einfach, solange ich welche habe, sende ich euch gerne ein Exemplar. Wenn ihr euch den Kalender selbst ausdrucken möchtet, könnt ihr euch das PDF dazu herunterladen. Den Link findet ihr hinter dem Button da unten.

Potsdam-Hashtags fĂŒr Instagram – Was steckt dahinter und welche sind gut?

Wenn du auf Instagram unterwegs bist, suchst du vielleicht nach passenden Hashtags fĂŒr Potsdam. Hier habe ich dir nicht nur Potsdam-Hashtags zusammengestellt, sondern du erfĂ€hrst auch etwas ĂŒber deren HintergrĂŒnde.

Allgemeine Hashtags fĂŒr Potsdam

#potsdam #inpotsdam #potsdamer #wirliebenpotsdam #potsdamcity #potsdamlove #ilovepotsdam #potsdamliebe #meinpotsdam #potsdamgram #potsdamistschön #meinpotsdam #igerspotsdam

Mit diesen Hashtags fĂŒr Potsdam kann man nichts falsch machen, gerade #potsdam dĂŒrfte wohl jeder Person einfallen, denke ich. Viele, die hier leben und Fotos machen oder einfach öfter Zeit hier verbingen, lieben Potsdam einfach – das kommt durch manche Potsdam-Hashtags dann noch mehr zum Ausdruck.

Andere Potsdam-Hashtags haben diesen speziellen Instagram-Stil, diese findet ihr meist unter #potsdamgram. Andere zeigen oft so eine Art Potsdam-Disneyland, mit #deinpotsdam oder #visitpotsdam findet man da gute Gesellschaft.

Hashtags fĂŒr Potsdam gibt es einige. Hier gibt es ja auch tolle Fotomotive.

Hashtags von Potsdamer Instagram-Accounts (die teilweise reposten)

#deinpotsdam #storyofpotsdam #visitpotsdam #explorepotsdam #potsdamer_fotos #1000thingspotsdam #potsdamfans

Auch fĂŒr Potsdam gibt es Repost-Accounts (kopieren euer Originalfoto, um es auf ihrem Account zu teilen) und wenn man ein besonders schönes Bild veröffentlicht, hat man vielleicht auch GlĂŒck, entdeckt zu werden. Manche dieser Accounts fĂŒhlen sich aber von den Hashtags allein nicht angesprochen, daher ist es ratsam, diese auf dem Bild zu markieren (wenn man unbedingt gesehen werden möchte).

Aber auch, wenn man es ĂŒberhaupt nicht auf einen Repost anlegt, kann man solche Hastags verwenden – einige davon haben nĂ€mlich sehr viele Follower, die alle gerne Potsdam-Fotos sehen möchten (man kann nicht nur Accounts folgen, sondern auch Hashtags).

  • Ein kontinuierlich wachsender Account ist @deinpotsdam. Dahinter steckt die Potsdam Marketing und Service GmbH, die mit dem Tourismus Marketing der Landeshauptstadt Potsdam betraut ist. Jeden Mittwoch gibt es einen Repost. Der Account @explorepotsdam gehört ebenfalls dazu, hier werden ausschließlich Reposts veröffentlicht.
  • Steven, der den Account @potsdamagram leider nur noch sporadisch fĂŒhrt, hat einen inspirierenden Stil. Er postet zwar immer eigene Fotos, in seiner Story gibt es jedoch manchmal ein Shoutout fĂŒr alle, die seinen Hashtag #potsdamagram nutzen.
  • Ein Account, der fast ausschließlich Fotos von anderen veröffentlicht, ist @visitpotsdam. Es ist nicht gleich klar, wer dahinter steckt, denn der Titel („Official Potsdamlovers“) könnte denken lassen, hier wĂ€re auch der Tourismus oder das Stadtmarketing am Werk. Dem ist jedoch nicht so.
  • Auch @storyofpotsdam veröffentlicht hauptsĂ€chlich Reposts, dahinter steckt ein ganz normaler Instagram-User. Es wirkt manchmal so, als hĂ€tte er ein Faible fĂŒr stark bearbeitete Bilder, dennoch sieht man hier kreative Blicke auf Potsdam.
  • Der Account @1000thingspotsdam gibt sich große MĂŒhe, euch den Mund wĂ€ssrig zu machen mit Tipps fĂŒr Kulinarisches, aber auch fĂŒr Locations. Eine Chance auf Reposts gibt es jedoch nicht so oft (es ist kein wirkliches Muster erkennbar).
  • Bei dem Account @potsdamfans bin ich etwas skeptisch. Auf deren Facebook Page wird als Webseite potsdam.de angegeben, was absolut nicht stimmen kann (das ist die Webseite der Stadtverwaltung).
So sieht man Potsdam selten

Spezielle Potsdam-Hashtags fĂŒr Orte oder Aktionen

#sanssouci #italieninpotsdam #doorsofpotsdam #potsdamwest #babelsberg #schlaatzvegas #bornstedt #barberini #himmelĂŒberpotsdam #filmparkbabelsberg #potsdamisteineinsel #museumbarberini #neuespalais #parkbabelsberg

Klar, fĂŒr Orte gibt es natĂŒrlich die Ortsangabe bei Instagram. Aber wenn das so einfach wĂ€re, könnte man sich diesen Beitrag ĂŒber Potsdam-Hashtags auch sparen.

Ich denke, diese ganz spezifischen Hashtags sind gut, um Nischen zu bedienen. Und je nach Beliebtheit oder Follower-Anzahl dieser Hashtags kann man so auch von anderen entdeckt werden, die sich fĂŒr genau diese Inhalte interessieren. Eine Zeit lang habe ich fast nur Potsdam-Hashtags genutzt (alle meine Fotos entstehen ja auch in Potsdam), aber das trifft es einfach nicht so gut. Die Bilder sind nicht nur Potsdam-Impressionen, sondern zeigen mal einen schönen Sonnenuntergang, eine bestimmte Stimmung oder einen Stil, der sich auch in anderen Instagram-Fotos wiederfindet.

Ganz bestimmte Hashtags haben nur sehr wenige Bilder, aber sie vereinen in sich etwas. Ein Thema oder einen Instawalk, der dazu stattgefunden hat und unter dem die „Eingeweihten“ dann alles finden.

Einer meiner persönliche Lieblinge ist ja #doorsofpotsdam – ein sehr spezieller Hashtag, der sich den TĂŒren in Potsdam widmet.

Herbstlaub fĂ€llt vor einer schönen TĂŒr im HollĂ€ndischen Viertel

Wie sinnvoll sind Potsdam-Hashtags fĂŒr deine Fotos?

Veröffentlichst du ĂŒberwiegend Fotos aus Potsdam oder bist du nur mal kurz auf Stippvisite? In beiden FĂ€llen kannst du die Potsdam-Hashtags nutzen. Es kommt darauf an, wen du erreichen möchtest und wer deine Fotos sehen soll. Manche Hashtags sind eher touristisch (#deinpotsdam), manche schon ziemlich lokal (#schlaatzvegas), andere eher so fĂŒr Fußballfans (#babelsberg).

Wer Potsdam liebt, sollte auch Potsdam-Hashtags benutzen

Nichte Hashtags nicht fĂŒr Potsdam benutzen!

#brandenburggate #sunypotsdam #potsdamproud

Hashtags schlecht recherchiert oder einfach nur ungĂŒnstige Wahl getroffen? Es gibt Hashtags, die nach Potsdam klingen, mit denen aber nicht die Stadt Potsdam an der Havel gemeint ist, sondern ein Stadt im Bundestaat New York . Dort gibt es State Univertity New York (#sunypotsdam und #potsdamproud fĂŒr den Hochschulsport).

Dann ist da noch #brandenburggate. Klar, Potsdam hat natĂŒrlich auch ein Brandenburger Tor, aber schaut man sich mal die Bilder unter diesem Hashtag an, wird schnell klar, dass hier ĂŒberwiegend das Berliner Pendant gemeint ist. Wer diesen Hashtag sucht oder abonniert, möchte vermutlich also lieber nach Berlin, als nach Potsdam blicken.

Potsdam gibt es auch in den USA

Mehr Tipps zu Hashtags fĂŒr Potsdam

Es gibt Apps und Webseite, die sich auf die Hashtag-Suche spezialisiert haben. Die sind gar nicht mal so schlecht! Wenn ihr selbst recherchieren wollt, empfehle ich euch zunÀchst einmal die Instagram-Suche. Ihr könnt auch hier schauen:

#potsdamwalk – Ein Instawalk mit Pauline Putzig

Pandemie-Zeit, Sicherheitsmaßnamen, Abstand – vieles war nicht möglich, auch Instawalk in Potsdam mit einer Gruppe von Menschen war so eine Sache. An einem Sonntag im Juli jedoch ging es mit lieben Menschen, die ich doch irgendwie alle mehr oder weniger durch Instagram kannte, durch den Neuen Garten. Unter #potsdamwalk findet ihr auch Bilder der anderen Teilnehmer*innen.

Der Photo Walk (oder Instawalk) startet an der Gotische Bibliothek

Start an der Gotischen Bibliothek

Treffpunkt war die Gotische Bibliothek – an sich schon ein hĂŒbsches Motiv. Aus der Erfahrung vergangener Instawalks dachte ich, es wĂ€ren einige fotografisch passend (wallende Kleider oder sowas in der Richtung ) angezogen. Also kam ich mit Strohhut und rotem Leinenkleid an und war
 die Einzige mit so einem knalligen Outfit! So kam es, dass ich das Fotomotiv fĂŒr manche wurde, obwohl ich es bisher immer gut vermeiden konnte, auf Fotos aufzutauchen.

Wer war dabei?

Es gab eindeutig mehr Teilnehmerinnen als Teilnehmer, was nicht unangenehm war. Es war eine schöne Runde mit:

Orangerie im Neuen Garten

Packt die Teleobjektive ein, es gibt Sichtachsen!

Der Neue Garten ist bekannt fĂŒr seine Sichtachsen. Besonders erstaunlich finde diese zwei:

  • Der Weitblick durch die BĂ€ume zum Schloss auf der Pfaueninsel
  • Die Nikolaikirche, wie sie plötzlich hinter der Wiese zwischen den BĂ€umen auftaucht

Die Sichtachsen hinĂŒber zum GrĂŒnen Haus und zu den schönen Villen am anderen Ufer des Heiligen Sees scheinen zwar allgegenwĂ€rtig, aber mit einem Teleobjektiv findet man doch interessante Ansichten. Ich hatte mein 180mm-Objektiv dabei und war ganz froh darĂŒber, auch mal in die Ferne schweifen zu können.

Die Villen am anderen Ufer des Heiligen Sees
Blick durch die BĂ€ume auf Kuppeln
Weite Sicht ĂŒber den Heiligen See zum GrĂŒnen Haus (dafĂŒr stand ich im Wasser, war sehr schön)

Aufgabe fĂŒr alle: Ein Potsdam-Alphabet

Pauline Putzig (a.k.a. Antje), die den Instawalk organisierte, hatte gleich zu Beginn eine Aufgabe fĂŒr uns. Jede*r sollte zwei Buchstaben aus dem Alphabet ziehen. Passend zu diesen zwei Buchstaben sollten wir dann bei dem Instawalk Motive mit dem entsprechenden Buchstaben finden. Die Idee dahinter war, spĂ€ter daraus ein Potsdam-ABC zu machen. Das fand ich total super, so eine Aufgabe fĂŒr den Instawalk sorgt auch gleich fĂŒr GesprĂ€chsstoff. Außerdem habe ich dadurch noch viel mehr auf kleine Details geachtet.

Wenn man genau hinsieht, sind hier beim Marmorplais ĂŒberall Details zu finden

Ich erwischte das Q und das N. Nun sollen wir Motive, die mit unseren beiden Buchstaben anfangen, suchen
 Aber welche bloß? Ich hatte so ein GefĂŒhl, dass ich am Marmorpalais fĂŒndig werden könnte und fotografierte Details. Die TĂŒren – sie enthalten diese kleinen Quadrate! Nebenbei entdeckte ich noch andere Details, aber etwas mit N war nicht dabei
 Doch, na klar, die Sichtachse zur Nikolaikirche hatte ich ebenfalls fotografiert. Das N war also auch da.

Das ganze Potsdam-ABC befindet sich noch in ihren Story-Highlights, also schaut mal auf ihr Profil.

FĂŒhrung durch die Gasthausbrauerei Meierei im Neuen Garten

Was fĂŒr ein Highlight Antje fĂŒr uns organisiert hat! Wir wurden nicht nur in das GebĂ€ude der Meierei im Neuen Garten gefĂŒhrt (mit Weitblick ĂŒber den Jungfernsee) – neinhein! Wir durften auch in die Geheimnisse der Brauerei (ja, die brauchen da verschiedene Biere selbst!) eintauchen, selbst den Hinterhof durften wir erkunden. Das ist was Besonderes und ich bin so begeistert davon, das mal gesehen zu haben.

Ich muss zugeben, dass ich mit meiner Kamera nicht viele Fotos von der Brauerei gemacht habe, dafĂŒr war es mir wĂ€hrend der Corona-Zeit einfach zu beengt (und da kann ich einfach nicht gut fotografieren). Ein paar EindrĂŒcke bekommt ihr aber auch mit meinen Handy-SchnappschĂŒssen.

Zum Abschluss durften wir auch noch von dem kosten, was hier produziert wird. Danke an dieser Stelle noch einmal fĂŒr die Gastfreundschaft.

Es ging noch weiter – aber ohne mich

Die Erfrischung war toll, das Beisammensein noch mehr, aber ich musste den Heimweg antreten. FĂŒr die anderen ging es weiter auf die gegenĂŒberliegende Seite des Jungfernsees, zum Jagdschloss Glienicke. Da möchte ich auch unbedingt mal hin und wenn ihr sehen wollt, wie schön es dort ist, schaut doch mal bei den anderen vorbei unter #potsdamwalk.

Blick auf Details: Giebel eines der HĂ€user im Neuen Garten

Der Ruinenberg in Potsdam – Erbaut aus Sehnsucht nach Italien

Einer meiner liebsten Foto-Orte ist der Ruinenberg in Potsdam. Der kleine Wald drumherum, die Aussicht zum Ehrenhof des Schloss Sanssouci und am Fuße des Berges dann der Bornstedter See mit dem Krongut – es ist einfach zu schön! Zudem gibt es dort auch einen Aussichtsturm, der aber nur an ganz wenigen Tagen geöffnet ist (unten findest du ein Foto von der Aussicht).

Wie komme ich zum Ruinenberg?

Dwer Ruinenberg befindet sich im Potsdamer Norden im Stadtteil Bornstedt. Er liegt nahe am Schloss Sanssouci, der Historischen MĂŒhle und dem Krongut. Wenn du zu Fuß aus dem Park Sanssouci kommst, kannst du an der Ampel, die sich am CafĂ© Remise befindet, die Straße ĂŒberqueren.

  • Mit der Straßenbahn (Linie 92) oder mit dem Bus (Linie 692). Steig an der Haltestelle „Kirschallee“ aus.
  • Mit dem Fahrrad ĂŒber die Pappelallee. Tipp: schließ das Fahrrad an einer sicheren Stelle an (z.B. Beim Rewe-Markt am Johan-Boumann-Platz) und lauf den Rest des Weges zu Fuß.
  • Mit dem Auto kannst du auf dem Park & Ride parken und dann ĂŒber den Reiherweg hoch zum Ruinenberg laufen.

Der Weg ist nicht barrierefrei, denn nach oben fĂŒhrt ein etwas steiler, aber breiter Kiesweg. Mit dem Kinderwagen solltest du keine Probleme haben.

Auf dem Ruinenberg

Wie sieht es auf dem Ruinenberg aus?

Der Ruinenberg ist ein HĂŒgel (frĂŒher HĂŒnenberg genannt), auf dem es so aussieht, als wĂ€re dort ein vergessener Tempel aus der Antike dem Verfall preisgegeben. Hinter dem Wasserbecken seht ihr eine gebogene Amphitheatermauer mit Bögen und Fenstern. Es wirkt wie eine Ruine aus der Antike.
Daran angeschlossen ist der Normannenturm, der schon von Weitem gut zu sehen ist und von dem man (wenn man denn einmal hinauf kann, es gibt besondere Öffnungstage) eine schöne Aussicht auf Potsdam genießen kann.

Dazu findet man auf den Ruinenberg noch eine kleine Pyramide und einen runden Tempel, sowie ein Monument aus SĂ€ulen, die wie zufĂ€llig gerade eingestĂŒrzt wirken. Umgeben ist das Ensemble von einem lichten Wald.

Monumente auf dem Ruinenberg

  • Normannenturm
  • Gebogene Steinmauer mit Fensterbögen
  • Großes Wassersammelbecken
  • Pyramidenstumpf
  • Rundtempel ohne Dach
  • Drei stehende SĂ€ulen und eine gekippte SĂ€ule
  • Wasserquelle und Wasserlauf

Aussichtsturm auf dem Ruinenberg

Vom Ruinenberg aus hast du eine einmalige Sicht auf den Ehrenhof des Schloss Sanssouci. Dahinter kannst du den spitzen Turm der Erlöserkirche sehen und bei gutem Wetter meist auch den Turm auf der Insel Hermannswerder. UnĂŒbersehbar sind auch die Bauten des Potsdamer Westens.

Eine noch umfassendere Aussicht hast du vom Normannenturm aus. Dieser ist nur ganz selten geöffnet – wenn du die Chance hast, ihn bei einer seiner seltenen Öffnungen zu besuchen, nutze sie! Meist findest du unter dem Stichwort „Phantastische Aussichten“ die Termine. FĂŒr das Jahr 2021 gibt es derzeit leider noch keine Termine fĂŒr Sonderöffnungen. Hier zeige ich dir, wie die Aussicht vom Turm aus aussieht:

Das ist die Aussicht vom Normannenturm auf den Ruinenberg

Warum wurde das Ensemble auf dem Ruinenberg erbaut?

In Potsdam scheint selten etwas zu existieren, ohne dass es dafĂŒr eine schmĂŒckende Fassade gibt. Das große Wassersammelbecken sollte einst genug Kraft geben, um die Wasserspiele und vor allem die FontĂ€ne im Park Sanssouci sprudeln zu lassen.

Staffagen gab es auch in englischen Landschaftsparks. Die Kulisse einer antiken Tempelruine ist ein romantischer Anblick, den König Friedrich II. von Schloss Sanssouci hatte. Er wĂ€hnte sich gerne in Italien – auch wenn er dort Zeit seines Lebens nie weilen konnte. 1748 ließ er das Ensemble errichten.

Als Friedrich Wilhelm IV. den Thron bestieg, ließ er 1840 von Peter Josef LennĂ© den Ruinenberg landschaftlich gestalten. BĂ€ume und StrĂ€ucher wurden gepflanzt und die Sichtachse zu Schloss Sanssouci wurde so schön gestaltet, wie wir sie jetzt sehen können.

Der #SchoeneMorgenWalk in Potsdam

Schon viele Wochen vor dem 20. Oktober wurde ĂŒber den Instagram-Account @SchoeneMorgenWalk angekĂŒndigt, dass es bald in Potsdam einen Instawalk geben wĂŒrde. Das war gut, so konnte ich mir den Tag freihalten und mich lange darauf freuen.

Organisiert wurde der Instawalk durch Potsdam von Mulinarius (Matthias) und Potsdamagram (Steven). Die beiden sind Profis und das zog sich durch viele Details:

  • Die frĂŒhe AnkĂŒndigung und die Erinnerungen an den #schoenemorgenwalk
  • damit alle wussten, wer dabei ist, kommentieren die Teilnehmer*innen unter einem bestimmten Beitrag (ein sehr geringer Aufwand, keine Webseite, kein extra Formular zum AusfĂŒllen)
  • vor Ort bekam jede*r einen Aufkleber zum Beschriften – so konnte man leicht sein GegenĂŒber bei Instagram wiederfinden
  • Matthias filmte wĂ€hrend des Instawalks, um spĂ€ter noch einen schönen RĂŒckblick mit allen teilen zu können – die perfekte Werbung fĂŒr den nĂ€chsten Instawalk!

Start am Hauptbahnhof noch vor Sonnenaufgang

Mehr und mehr Menschen sammelten sich gegen sieben Uhr morgens am Treffpunkt im Potsdamer Hauptbahnhof.

Ich bin mir nicht mehr sicher, wie viele wir waren, aber es bildete sich ein riesiger Kreis aus Menschen. Manche kannte ich, aber viele waren mir noch unbekannt.

Um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen, machten wir uns in dieser großen Menschengruppe auf den Weg zum Alten Markt.

Menschen treffen sich in der Dunkelheit zum #SchoneMorgenWalk

Sonnenaufgang am Alten Markt

Wir hatten großes GlĂŒck, der Sonnenaufgang war wunderschön! Der Himmel glĂŒhte und die Morgenröte zog hinter dem Museum Barberini auf.

Warme Sonnenstrahlen hĂŒllten die Kuppel der Nikolaikirche in derart rot leuchtendes Licht, dass ich mich (verschlafen, wie ich war) erst einmal nach einem Scheinwerfer umsah.

Der Alte Markt ist ein Ort, an dem es sich wunderbar mit Linien und Perspektiven spielen lÀsst. Das war mir aber vorher noch nie so bewusst. Erst durch die anderen Teilnehmer*innen erkannte ich neue Möglichkeiten. Das ist eine der besten Aspekte an einem gemeinsamen Instawalk: die vielen neuen Sichtweisen.

Weiter zum HollÀndischen Viertel

Die nÀchste Station nach dem Alten Markt war das HollÀndische Viertel. Gut, dass wir schon so zeitig unterwegs waren, denn so war es noch relativ leer. Trotzdem blieben wir als Gruppe von so vielen Menschen doch nicht ganz unbemerkt.

Herbstlaub fĂ€llt vor einer schönen TĂŒr im HollĂ€ndischen Viertel

Was ich hier besonders schön fand, war das Miteinander. Bei einem Instawalk trifft man doch immer auf Gleichgesinnte und mir fĂ€llt es so viel leichter, mit anderes ins GesprĂ€ch zu kommen. Man hilft sich, gibt Tipps und wirft fĂŒr einander dekoratives Herbstlaub ins Bild.

Hier wirft man schon mal fĂŒr die anderen Laub ins Bild

Instawalk im Park Sanssouci

Nachdem wir ausgiebig Teile der Gutenbergstraße, Benkertstraße und Mittelstraße vor die Linse genommen hatten, wendeten wir uns dem Nauener Tor zu. Hier sind die Straßenbahnschienen, die direkt durch das Tor gehen, immer besonders schöne Motive – wenn ausnahmsweise mal kein reger Verkehr herrscht.

Wir folgten dann der Hegelalle und der Schopenhauerstraße in Richtung des Luisenplatz, unser Ziel war natĂŒrlich das GrĂŒne Gitter. Das ist einer der EingĂ€nge zum Park Sanssouci. Im Park hielten wir uns lange Zeit an der FontĂ€ne vor dem Schloss auf. Hier finden sich einfach so viele spannende Motive:

  • Die SchwĂ€ne im Wasserbecken
  • Die Statuen im Rondell
  • Die Terrassen mit Wein und Feigen und ihren Glasfenstern
  • Die vielen Stufen vor dem Schloss

Die Gruppe machte sich dann auf den Weg zur Friedenskirche. Meine Familie fing mich jedoch vorher ab und wir gingen in die andere Richtung, um den Paradiesgarten zu besuchen. Das ist einer meiner Lieblingsorte!

Foto-Tricks fĂŒr’s HandgepĂ€ck

Matthias (Mulinarius) ist ein Profi und war dementsprechend bestens vorbereitet. Er nutzte nicht nur das Herbstlaub, um interessante Bildeffekte zu erzeugen, sondern hatte noch mehr „Tricks“ im GepĂ€ck:

  • Er hatte Vogelfutter dabei – ideal, um die Tauben (die sind wirklich ĂŒberall!) anzulocken und einen dramatischen Vogelflug ins Foto zu holen
  • Mit einer großen SprĂŒhflasche konnte er Spinnennetzen noch einmal einen Tau-Effekt verleihen

Was fĂŒr Hilfsmittel kann man noch nutzen, um die Fotos interessanter zu gestalten?

  • eine Flasche mit Wasser, um PfĂŒtzen zu erzeugen, wenn mal welche gebraucht werden
  • Das Display des Smartphones kann super als ReflexionsflĂ€che vor die Linse gehalten werden
  • Eine LED-Lichterkette kann ein schönes Bokeh erzeugen

Zum #SchoeneMorgenWalk wĂŒrde ich beim nĂ€chsten Mal auch unbedingt ein Stativ mitbringen, denn es war anfangs doch noch recht dunkel.

Es war mal wieder sehr bereichernd und schön, andere Menschen zu treffen, die ebenso sehr die Fotografie lieben!

Botanischer Garten Potsdam – Fotografieren in den GewĂ€chshĂ€usern

Ich liebe es, durch GĂ€rten und GewĂ€chshĂ€user zu gehen – wie gut, dass wir hier in Potsdam nicht nur die BiosphĂ€re, sondern auch einen wunderbaren Botanischen Garten haben. In diesem Beitrag möchte ich dir meine Erfahrungen zum Fotografieren in den GewĂ€chshĂ€usern des Botanischen Garten teilen und dir meine Bilder zeigen.

Wo befindet sich der Botanische Garten in Potsdam und was ist das Besondere daran?

Du findest den Botanischen Garten in der NĂ€he des Orangerieschlosses, an der Maulbeerallee in Potsdam. Er verfĂŒgt ĂŒber wunderschöne Freilandanlagen (der Paradiesgarten ist ein Teil davon) und GewĂ€chshĂ€user.

Die GewĂ€chshĂ€user des Botanischen Garten sind tĂ€glich geöffnet. Alles zur Anfahrt und den genauen Öffnungszeiten kannst du auf der Webseite des Botanischen Garten finden.

Das Besondere an den GewĂ€chshĂ€usern des botanischen Gartens in Potsdam sind aus fotografischer Sicht fĂŒr mich diese Aspekte:

  • die Mischung aus einfachen GlastĂŒren, etwas Metall und einem Reichtum von Pflanzen
  • niedliche Tiere, die sich hier und dort verstecken
  • die vielen hĂ€ngenden Tillandsien
  • der Charme des „Alten“
  • die Ruhe dort

WÀre ich botanisch bewandert, gÀbe es aber sicherlich noch viel interessantere Aspekte. Ich besitze eher einen braunen Daumen und kenne mich mit Pflanzen wenig aus, jedoch liebe ich es, in den GewÀchshÀusern zu fotografieren.

Was kann ich im Botanischen Garten in Potsdam fotografieren?

Meine Tipps sollen nur eine Inspiration sein. Ich bin sicher, dass jede*r seine eigenen Favoriten finden wird.

Die Vielfalt an GrĂŒntönen

GrĂŒn in allen Facetten, im Schatten und von Sonnenlicht durchleuchtet – im Botanischen Garten wartet ein Meer aus GrĂŒntönen.

Eine mit GrĂŒn bewachsene Wand im Botanischen Garten

Spiel mit UnschÀrfe

Das Spiel mit einer offenen Blende und der daraus entstehenden UnschĂ€rfe macht mir besonders bei den kleinen Details Spaß. Es ist immer gut, ein lichtstarkes Objektiv dabei zu haben.

Tiere im Botanischen Garten

Neben all den Pflanzen wÀre der Botanische Garten in Potsdam nicht komplett ohne die winzigen Helfer, Zwergwachteln! Sie sind winzig und sehr niedlich. Zudem gibt es auch Fische und Schildkröten.

GewÀchshÀuser und Technik

Man kann sagen, dass in einem Botanischen Garten alle Pflanzen in einer Art Gefangenschaft aufwachsen. Ich finde es spannend, diese Abgrenzung zum eigentlichen Lebensraum auch in Fotos darzustellen.

Das GewÀchshaus und dessen Technik sind gute Kontraste zur Pflanzenwelt

Kleine Welten in den GewÀchshÀusern

In jedem der GewÀchshÀuser kann man in eine eigene kleine Welt eintauchen. Ich liebe den Seerosenteich.

Auch das GewĂ€chshaus mit den Sukkulenten versetzt mich immer wieder in Staunen. Es ist so anders, als die anderen GewĂ€chshĂ€user. Aber Tillandsien gibt es hier ebenfalls. Oftmals habe ich hier schon Leute beobachtet, die Portraitfotos gemacht haben. E scheint eine gute Kulisse fĂŒr Instagram-Fotos zu sein 😉

Sukkulenten im Botanischen Garten Potsdam

Meine Tipps

Das sind meine Tipps zum Fotografieren im Botanischen Garten. Ich hoffe, sie helfen euch weiter!

Im Winter beschlagen alle Linsen.

Der Temperaturwechsel lĂ€sst Brille und Objektiv leicht beschlagen. Ich wĂŒrde empfehlen, den Botanischen Garten nicht im tiefsten Winter zu besuchen, um Fotos dort zu machen. Ein Mikrofasertuch schafft nur fĂŒr kurze Zeit Abhilfe. Gute Tipps gegen beschlagene GlĂ€ser findet ihr hier.

Auf Augenhöhe mit den Pflanzen gehen

Die besten Fotos entstehen, wenn du die Pflanzen aus ihrer eigenen Höhe fotografierst.

Zeit nehmen

Der Botanische Garten in Potsdam ist nicht riesig. Trotzdem gibt es so viele Kleinigkeiten und Details. Bringt viel Zeit mit.

In den Kalender schauen

Der Botanische Garten beherbergt faszinierende Pflanzen, die nur zu ganz bestimmten Zeiten blĂŒhen. Ich wĂŒrde euch sehr empfehlen, fĂŒr besondere Höhepunkte in den Kalender des Botanischen Garten zu schauen.

Greif‘ nach den Sternen, Potsdam!

Eigentlich wollte ich euch etwas ĂŒber die „Sterne“, die wabenartige Fassadendekoration des alten FH-GebĂ€udes, erzĂ€hlen. Wie einzelne Teile davon an und in HĂ€user gelangten. Am Ende stellte ich jedoch fest, dass mein Text dazu ziemlich persönlich geworden ist. Ich kann euch nur empfehlen, auch selbst auf den Weg zu machen und die Sterne zu finden. Ganz unten gibt es eine Liste mit den Orten.

Danke an alle, die mir Tipps und Zeit und wertvolle Gedanken gaben!

Heimatlos

Ich war nie ein Stadtkind. Aufgewachsen am Rand der Stadt, zwischen einer handvoll HĂ€user, habe ich mich nicht als Teil der Strukturen, Straßen, MietshĂ€user und PlĂ€tze gesehen. Meine Welt waren Äcker und Felder, Eisenbahnschienen und PfĂŒtzen. Stadt, das war das Einkaufzentrum. Die Schule. Die Außenwelt.

Heimat am Abstellgleis. Das Foto habe ich extra aus meinem Archiv gekramt. Es ist schon zehn Jahre alt, aber viel verÀndert hat sich hier nicht.

Irgendwann trennten sich meine Eltern und ich wurde mitgenommen, eingepflanzt ins Plattenbaugebiet der spĂ€ten Neunzigerjahre. Ich wollte immer nur weg aus der Platte. Die Blöcke, die Straßen aus Betonplatten. Ich zĂ€hlte die Graffitis und fand sie alle hĂ€sslich. Fassaden und Grundrisse, die alle gleich waren: Meiner Meinung nach war das nur eine Phase, die es zu ĂŒberstehen galt. Architektonisch und auch persönlich. Ich war neun und hatte meine Überzeugungen.

Überall gleich

Noch lange Zeit spĂ€ter hatte ich keinerlei WertschĂ€tzung fĂŒr diese gleichförmigen Orte. Verdammt, sogar meine Grundschule und die weiterfĂŒhrende Schule glichen sich wie Zwillinge. Aber was, wenn das Gleichförmige damals auch Sicherheit gab? Die Anordnung der KlassenrĂ€ume, das System der Treppen, die Turnhalle – selbst wenn du die Neue warst, hier war’s dir vertraut. Wenigstens eine Sache, die nicht neu war. Wenigstens etwas.

Plattenbau, ostmoderne GebĂ€ude und all die Dinge dabei, die ich nicht bewusst wahrnehmen konnte, weil ich sie schon immer als Teil meiner Umgebung kannte, wie oft habe ich sie verkannt und dabei nicht gesehen, dass hier Platz fĂŒr viele ist?

Innere Werte

Wie sollte ich nach den Sternen greifen, wenn ich aus meinem Fenster nur die nĂ€chste Platte sah? Ich musste raus, weg, hab meine Sachen so frĂŒh gepackt, wie ich nur konnte. Hauptsache endlich frei sein! Der Rest war egal. Dass das Wohnheim am Studienort reiner Sichtbeton war? Egal – Freiheit und ein Zuhause, das den Namen wert war, zĂ€hlte mehr, als die Ă€ußere HĂŒlle. Hier begann ich langsam zu begreifen, dass Beton von Innen nur kalt ist, wenn dein Herz vor Heimweh stirbt. Zu Hause kann ĂŒberall sein, wo du dich richtig fĂŒhlst – völlig unabhĂ€ngig davon, wie es dort aussehen mag.

Das alte FH-GebÀude im Herzen Potsdams

Ich denke, das ist ein Aspekt von vielen, warum es so weh tat, den Abriss des ostmodernen GebĂ€udes in Potsdams Mitte zuzusehen. Es war ein riesiger Block. Nicht barock, nicht vertrĂ€umt, sondern ziemlich wuchtig. Die Fassade gelb. Aber nicht so gelb, wie Schloss Sanssouci. Eher so gelb, wie die Soße von sĂŒĂŸ-sauren Eiern. Oder Kartoffelbrei. Es gab keine schmĂŒckenden Schnörkel. Aber Sterne, die irgendwie leicht wirkten, an diesem gelben Monolithen.

FĂŒr diesen Beitrag durchforstete ich meine Fotos. Ich stellte fest, dass ich die Sterne an der alten Fassade nie fotografiert habe. Aber es gibt noch ein Bild von ihnen! Am Brandenburger Tor, auf Höfers Spiehluhr seht ihr sie. DarĂŒber Vögel und Wolken und gut zu erkennen: die Sterne in der Mitte!

Das alte Schloss, das holte man zurĂŒck. Den Palast auch. Aber so ein Klotz, neben all der strahlenden Schönheit? Im Gegensatz zum Barock war die Ostmoderne „nur ’ne Phase“, unpraktisch, hĂ€sslich und die alten Sichtachsen versperrte sie auch. Also weg. Wirklich weg?

Ein Abriss, der spaltet

Ich ging oft vorbei an der Abrisskulisse. Beobachtete, wie sich die Bagger durch den Beton fraßen und beobachtete die Menschen, die gefesselt schienen. Manche kamen extra. Um nochmal Abschied zu nehmen. Manche wollten keinen Abschied nehmen. Sie wollten, dass das GebĂ€ude bleibt und kĂ€mpften auch dafĂŒr – nicht ohne Sympathie der Zuschauer*innen. Zu ihrem Symbol wurden die Sterne der alten Fassade. Fahnen, Aufkleber auf Laternen, Plakate – die Sterne wurden von der Deko zum Symbol der Gegenbewegung.

Trotz der Proteste fiel das alte GebĂ€ude und mit ihm verschwanden auch die Fassaden-Sterne. Na gut, dachte ich. Na gut. Aber Potsdam, wo willst du hin? Du bist doch schon schön, wie du bist. Halt doch mal an, guck doch mal, wie toll deine Kontraste sind. SpĂ€testens zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, wie falsch das alles ist: Sie rissen den Bau ab. Aber GegenĂŒber steht, ganz frisch saniert, ein nicht weniger klotzartiger Bau. Nur mit mehr Glas. Und wie Pilze sprießen graue Blöcke aus dem Boden, im Bornstedter Feld.

Sterne der Fachhochschule Symbol zurĂŒck

Im Herbst 2018 klaffte dann also ein Loch. In der Mitte, die ihre Mitte noch nicht so richtig gefunden hat. Doch plötzlich tauchten wieder Sterne auf. Vor der Deponie gerettet. Eingerahmt. Hier und da. Kunstwerke an und in neun HÀusern, in denen man nicht residiert, sondern lebt.

Leben Potsdam, leben! Ist das Wegwerfen und der Konsum so sehr ein Teil von uns geworden, dass auch du nicht mehr ausbrechen kannst? Es gibt Menschen, die etwas bewegen wollen – und wenn es nur ein Aufkeimen der Hoffnung ist, eine Utopie. Menschen, die sich sagen: Hey Potsdam, merkst du eigentlich noch was? Die Sterne, sie sind ihr Symbol. FĂŒr Leben und Freiheit. FĂŒr das, was Beton auch sein kann: zuhause, Heimat. Keine Illusionen von Schönheit, sondern das, was uns im Innersten zusammenhĂ€lt. Ein Ort, wo jede*r einen Platz finden kann. Egal, was die Fassade sagt.

Nicht mehr Deko, sondern politische Aussage
Sie sehen wunderschön aus, die Sterne der ehemaligen FH-Fassade

Es sind also viele Dinge, die den Abriss des alten GebĂ€udes und mit ihm den Sternen, ihre Symbolkraft verleihen. Menschen passen nicht mehr in die Stadt, weil der Wohnraum zu teuer ist. Wer nicht mit rennt, bleibt liegen. Exklusive Eigentumswohnungen sind omniprĂ€sent – aber wĂ€re es nicht schöner, wenn wir mehr Inklusion hĂ€tten?

Die alten Fassadenelemente der Fachhochschule regen zum Nachdenken an
Auf Stickern, T-Shirts und mehr prangen die Sterne nun

Es ist an dir

Es ist kalt. Aber es gibt Sterne. Ende September 2018 wurden sie bei einer Sternfahrt in Potsdam verteilt. Folge ihrer Spur. Anfangs wollte ich sie nur fotografieren, fand sie so schön. Aber sie haben etwas mit mir gemacht. Ich habe mit vielen Menschen darĂŒber geredet. Und es ist so: Eine Stadt, das sind nicht nur
Strukturen, Straßen, MietshĂ€user und PlĂ€tze. Es sind vor allem die Menschen, die darin gemeinsam leben, sich helfen, fĂŒreinander einstehen. Sie wĂ€rmen den Beton. Und es ist egal, wie er aussieht.

Wo sind die Sterne der Fachhochschule? Eine (unvollstÀndige?) Liste

Wer auch Sterne sehen möchte, hier ist meine Liste. Es kommen vielleicht noch Sterne hinzu. Vielleicht werden einige auch wieder verschwinden? Ich hoffe nicht.

  • in der Pasteurstraße
  • in der Tuchmacherstraße
  • Hermann-Elflein-Straße, Ecke Gutenbergstraße
  • an der La Datscha
  • im Treffpunkt Freizeit (beim Zwischengang, der zum Ausstellungsraum fĂŒhrt)
  • im Freiland (Haus 1)
  • in der Zepplinstraße
  • Im Rechenzentrum (Foyer)
Sterne der alten Fachhochschule im Rechenzentrum Potsdam
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