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Kategorie: Geschichte in Potsdam (Seite 1 von 1)

Greif‘ nach den Sternen, Potsdam!

Eigentlich wollte ich euch etwas über die „Sterne“, die wabenartige Fassadendekoration des alten FH-Gebäudes, erzählen. Wie einzelne Teile davon an und in Häuser gelangten. Am Ende stellte ich jedoch fest, dass mein Text dazu ziemlich persönlich geworden ist. Ich kann euch nur empfehlen, auch selbst auf den Weg zu machen und die Sterne zu finden. Ganz unten gibt es eine Liste mit den Orten.

Danke an alle, die mir Tipps und Zeit und wertvolle Gedanken gaben!

Heimatlos

Ich war nie ein Stadtkind. Aufgewachsen am Rand der Stadt, zwischen einer handvoll Häuser, habe ich mich nicht als Teil der Strukturen, Straßen, Mietshäuser und Plätze gesehen. Meine Welt waren Äcker und Felder, Eisenbahnschienen und Pfützen. Stadt, das war das Einkaufzentrum. Die Schule. Die Außenwelt.

Heimat am Abstellgleis. Das Foto habe ich extra aus meinem Archiv gekramt. Es ist schon zehn Jahre alt, aber viel verändert hat sich hier nicht.

Irgendwann trennten sich meine Eltern und ich wurde mitgenommen, eingepflanzt ins Plattenbaugebiet der späten Neunzigerjahre. Ich wollte immer nur weg aus der Platte. Die Blöcke, die Straßen aus Betonplatten. Ich zählte die Graffitis und fand sie alle hässlich. Fassaden und Grundrisse, die alle gleich waren: Meiner Meinung nach war das nur eine Phase, die es zu überstehen galt. Architektonisch und auch persönlich. Ich war neun und hatte meine Überzeugungen.

Überall gleich

Noch lange Zeit später hatte ich keinerlei Wertschätzung für diese gleichförmigen Orte. Verdammt, sogar meine Grundschule und die weiterführende Schule glichen sich wie Zwillinge. Aber was, wenn das Gleichförmige damals auch Sicherheit gab? Die Anordnung der Klassenräume, das System der Treppen, die Turnhalle – selbst wenn du die Neue warst, hier war’s dir vertraut. Wenigstens eine Sache, die nicht neu war. Wenigstens etwas.

Plattenbau, ostmoderne Gebäude und all die Dinge dabei, die ich nicht bewusst wahrnehmen konnte, weil ich sie schon immer als Teil meiner Umgebung kannte, wie oft habe ich sie verkannt und dabei nicht gesehen, dass hier Platz für viele ist?

Innere Werte

Wie sollte ich nach den Sternen greifen, wenn ich aus meinem Fenster nur die nächste Platte sah? Ich musste raus, weg, hab meine Sachen so früh gepackt, wie ich nur konnte. Hauptsache endlich frei sein! Der Rest war egal. Dass das Wohnheim am Studienort reiner Sichtbeton war? Egal – Freiheit und ein Zuhause, das den Namen wert war, zählte mehr, als die äußere Hülle. Hier begann ich langsam zu begreifen, dass Beton von Innen nur kalt ist, wenn dein Herz vor Heimweh stirbt. Zu Hause kann überall sein, wo du dich richtig fühlst – völlig unabhängig davon, wie es dort aussehen mag.

Das alte FH-Gebäude im Herzen Potsdams

Ich denke, das ist ein Aspekt von vielen, warum es so weh tat, den Abriss des ostmodernen Gebäudes in Potsdams Mitte zuzusehen. Es war ein riesiger Block. Nicht barock, nicht verträumt, sondern ziemlich wuchtig. Die Fassade gelb. Aber nicht so gelb, wie Schloss Sanssouci. Eher so gelb, wie die Soße von süß-sauren Eiern. Oder Kartoffelbrei. Es gab keine schmückenden Schnörkel. Aber Sterne, die irgendwie leicht wirkten, an diesem gelben Monolithen.

Für diesen Beitrag durchforstete ich meine Fotos. Ich stellte fest, dass ich die Sterne an der alten Fassade nie fotografiert habe. Aber es gibt noch ein Bild von ihnen! Am Brandenburger Tor, auf Höfers Spiehluhr seht ihr sie. Darüber Vögel und Wolken und gut zu erkennen: die Sterne in der Mitte!

Das alte Schloss, das holte man zurück. Den Palast auch. Aber so ein Klotz, neben all der strahlenden Schönheit? Im Gegensatz zum Barock war die Ostmoderne „nur ’ne Phase“, unpraktisch, hässlich und die alten Sichtachsen versperrte sie auch. Also weg. Wirklich weg?

Ein Abriss, der spaltet

Ich ging oft vorbei an der Abrisskulisse. Beobachtete, wie sich die Bagger durch den Beton fraßen und beobachtete die Menschen, die gefesselt schienen. Manche kamen extra. Um nochmal Abschied zu nehmen. Manche wollten keinen Abschied nehmen. Sie wollten, dass das Gebäude bleibt und kämpften auch dafür – nicht ohne Sympathie der Zuschauer*innen. Zu ihrem Symbol wurden die Sterne der alten Fassade. Fahnen, Aufkleber auf Laternen, Plakate – die Sterne wurden von der Deko zum Symbol der Gegenbewegung.

Trotz der Proteste fiel das alte Gebäude und mit ihm verschwanden auch die Fassaden-Sterne. Na gut, dachte ich. Na gut. Aber Potsdam, wo willst du hin? Du bist doch schon schön, wie du bist. Halt doch mal an, guck doch mal, wie toll deine Kontraste sind. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, wie falsch das alles ist: Sie rissen den Bau ab. Aber Gegenüber steht, ganz frisch saniert, ein nicht weniger klotzartiger Bau. Nur mit mehr Glas. Und wie Pilze sprießen graue Blöcke aus dem Boden, im Bornstedter Feld.

Sterne der Fachhochschule Symbol zurück

Im Herbst 2018 klaffte dann also ein Loch. In der Mitte, die ihre Mitte noch nicht so richtig gefunden hat. Doch plötzlich tauchten wieder Sterne auf. Vor der Deponie gerettet. Eingerahmt. Hier und da. Kunstwerke an und in neun Häusern, in denen man nicht residiert, sondern lebt.

Leben Potsdam, leben! Ist das Wegwerfen und der Konsum so sehr ein Teil von uns geworden, dass auch du nicht mehr ausbrechen kannst? Es gibt Menschen, die etwas bewegen wollen – und wenn es nur ein Aufkeimen der Hoffnung ist, eine Utopie. Menschen, die sich sagen: Hey Potsdam, merkst du eigentlich noch was? Die Sterne, sie sind ihr Symbol. Für Leben und Freiheit. Für das, was Beton auch sein kann: zuhause, Heimat. Keine Illusionen von Schönheit, sondern das, was uns im Innersten zusammenhält. Ein Ort, wo jede*r einen Platz finden kann. Egal, was die Fassade sagt.

Nicht mehr Deko, sondern politische Aussage
Sie sehen wunderschön aus, die Sterne der ehemaligen FH-Fassade

Es sind also viele Dinge, die den Abriss des alten Gebäudes und mit ihm den Sternen, ihre Symbolkraft verleihen. Menschen passen nicht mehr in die Stadt, weil der Wohnraum zu teuer ist. Wer nicht mit rennt, bleibt liegen. Exklusive Eigentumswohnungen sind omnipräsent – aber wäre es nicht schöner, wenn wir mehr Inklusion hätten?

Die alten Fassadenelemente der Fachhochschule regen zum Nachdenken an
Auf Stickern, T-Shirts und mehr prangen die Sterne nun

Es ist an dir

Es ist kalt. Aber es gibt Sterne. Ende September 2018 wurden sie bei einer Sternfahrt in Potsdam verteilt. Folge ihrer Spur. Anfangs wollte ich sie nur fotografieren, fand sie so schön. Aber sie haben etwas mit mir gemacht. Ich habe mit vielen Menschen darüber geredet. Und es ist so: Eine Stadt, das sind nicht nur
Strukturen, Straßen, Mietshäuser und Plätze. Es sind vor allem die Menschen, die darin gemeinsam leben, sich helfen, füreinander einstehen. Sie wärmen den Beton. Und es ist egal, wie er aussieht.

Wo sind die Sterne der Fachhochschule? Eine (unvollständige?) Liste

Wer auch Sterne sehen möchte, hier ist meine Liste. Es kommen vielleicht noch Sterne hinzu. Vielleicht werden einige auch wieder verschwinden? Ich hoffe nicht.

  • in der Pasteurstraße
  • in der Tuchmacherstraße
  • Hermann-Elflein-Straße, Ecke Gutenbergstraße
  • an der La Datscha
  • im Treffpunkt Freizeit (beim Zwischengang, der zum Ausstellungsraum führt)
  • im Freiland (Haus 1)
  • in der Zepplinstraße
  • Im Rechenzentrum (Foyer)
Sterne der alten Fachhochschule im Rechenzentrum Potsdam

Wie ein Postkolonialer Spaziergang mein Denken veränderte

Kann einer Postkolonialer Spaziergang das Denken verändern? Ich glaube, es ist ein Anfang. Um Abgründe und neue Erkenntnisse geht es in diesem Beitrag. Es geht auch um internalisierten, strukturellen Rassismus.

Es gibt zu diesem Rundgang jetzt auch einen Audio-Guide von Postcolonial Potsdam.

Mehr als ein Rundgang

Erst waren es die Geschichten, die ich von dem Spaziergang mitnahm. Im Laufe der Wochen beschäftigte ich mich mehr und mehr mit dem Rassismus, der hinter dem Kolonialismus steht. Mir wurde klar, dass der Kolonialismus nicht nur Spuren in Sanssouci, sondern auch in unseren Köpfen hinterlassen hat. Ich habe nicht das Gefühl, dass der Kolonialismus in Deutschland genug Aufarbeitung erfährt.

Lange war ich unsicher, wie ich diesen Beitrag formulieren soll. Am ehrlichsten ist es wohl wenn ich euch sage, dass ich von den Themen, die im Zusammenhang mit dem Spaziergang stehen (Postkolonialismus, Postimperialismus, Black Studies, Rassismus, Kritische Weißseinsforschung) noch keinen blassen Schimmer habe. Ich will daran arbeiten und verstehen, was das alles bedeutet.

Postkolonialer Spaziergang

Durch den Park führen uns Anna und Lina, zwei Mitglieder des Arbeitskreises Postcolonial Potsdam. Der Arbeitskreis möchte ein Bewusstsein für koloniale Geschichte Potsdams und Brandenburgs schaffen. Er bietet den Postkolonialen Spaziergang und Lehrmaterial an. Die Teilnahme an dem Spaziergang ist kostenlos. Das Wissen und noch mehr die Anregungen zum Weiterdenken sind jedoch so wertvoll, dass ich euch empfehle, den Spaziergang einmal mitzumachen. Es ist eine dieser seltenen Chancen zum Hinterfragen dessen, was in uns verwurzelt zu sein scheint – ohne, dass wir es (an)erkennen.

Der Schwarze Soldat

Das Neue Palais wurde von Friedrich II. als Prunkbau in Auftrag gegeben. Ziel war es, nach dem Sieg gegen Frankreich im siebenjährigen Krieg die Macht Preußens zur Schau zu stellen. Obwohl die Periode des Barock bereits durch den Klassizismus abgelöst war, zog man hier noch einmal alle Register des Hochbarock.

Die Figuren, mit denen das Neue Palais reich geschmückt ist, erzählen eine Geschichte der Helden und deren Siege.  Auf der Gartenseite des Neuen Palais wird der Mythos des Perseus besonders thematisiert. Ganz links außen befindet sich an einem Laternenmast ein Schwarzer Soldat. Es ist die Figur, die Anna und Lina zuerst neugierig machte. Sie forschten nach, was es damit auf sich hat. Warum gibt es gerade hier einen Schwarzen Soldaten und warum ist er der einzige Schwarze? Gehört auch er zu einer antiken Sage? Sie fanden zwar keine direkte Antwort auf diese Fragen, stießen aber auf Spuren des Kolonialismus im Park Sanssouci.

Der Gipfel des Kilimandscharo im Neuen Palais

Zuerst klingt das, was Anna und Lina erzählen, wie eine lustige Anekdote. Im Grottensaal des Neuen Palais soll sich ein Gesteinsstück von der Gipfelspitze des Kilimandscharo befinden. Doch die Geschichte stimmt. Es lohnt sich, die komplexen Hintergründe genauer zu erforschen (Google ist sehr hilfreich).

Zum Ende des 19. Jahrhunderts eignete sich das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm I. und Reichskanzler Bismarck Gebiete im Osten Afrikas an. Darunter war auch das heutige Tansania. Hier befindet sich das größte Bergmassiv Afrikas. Der höchste Berg, Kibo genannt, war Ziel der Expedition des Geografen Hans Meyer. Er bezeichnete sich als Erstbesteiger und verlieh den Kibo den Namen „Kaiser-Wilhelm-Spitze“. Für sich und den Kaiser nahm er Gestein vom Gipfel des Berges mit ins Deutsche Reich. Einer der Steine fand seinen Platz im Grottensaal, den anderen behielt Mayer selbst.

Die Spitze des Kilimandscharo im Neuen Palais – und was gibt es dort noch für Spuren des Kolonialismus?

Geraubte Instrumente vor dem Orangerieschloss

Wir wandern weiter durch den Park, bis wir in einem Rondell auf die Sichtachse zum Orangerieschloss blicken. Im Schatten lassen wir uns nieder. Anna und Lina zeigen uns alte Fotos. Darauf sieht man auf der oberen Terrasse des Orangerieschlosses interessante Apparaturen. Von 1901 bis 1920 befanden sich an dieser Stelle astronomische Instrumente aus dem Alten Observatorium in Beijing. Sie wurden von deutschen Soldaten nach der Niederschlagung der Yihetuan-Bewegung geraubt, auf der Terrasse des Orangerieschloss ausgestellt und später im Rahmen des Versailler-Vertrags zurück gegeben.

Anna von Postcolonial Potsdam zeigt uns Bilder von den astronomischen Instrumenten, die vor dem Orangerieschloss standen.

Deutsche Kolonie in China

Ich wusste vorher nicht, dass Deutschland in China eine Kolonie betrieb. An der Bucht von Jiaozhou nahm man die Stadt Quingdao ein, unter dem Vorwand, dass Missionare getötet worden seien (Juye Vorfall 1897).
Ich hätte auch nichts mit dem Begriff Yihetuan anzufangen gewusst, aber die „Boxeraufstände“ waren mir bekannt. Unter diesem Namen kennt man die Bewegung in Deutschland, die sich gegen die fremden Besatzer auflehnte. In China wollte Yìhétuán Yùndòng (Bewegung der Verbände für Gerechtigkeit und Harmonie) gegen den Imperialismus der westlichen Mächte ankämpfen. Der deutsche Kaiser schickte ein Aufgebot deutscher Soldaten nach China, um seine Macht durchzusetzen.

Lina erzählt, dass ihr Urgroßvater auch zu den Soldaten gehörte, die per Schiff nach China geschickt wurden. Bis vor Kurzem wusste sie nicht, dass er dort als Soldat eingesetzt war. Bestimmt ist sie nicht die Einzige, deren Verwandte in China Soldaten waren. Vielleicht ist es schon bei vielen in Vergessenheit geraten.

Mit der berüchtigten „Hunnenrede“ verabschiedete der deutsche Kaiser Wilhelm II. die Soldaten in Bremerhaven nach China. Die Rede stachelte zu äußerster Grausamkeit an („Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!„). Gnadenlos massakrierte man diejenigen, die sich auflehnten.

Nachdem die Deutschen, zusammen mit anderen westliche Mächten, die Überhand gewannen, mussten die Chinesen demütigenden Bedingungen zustimmen. Dazu gehörte ein Sühneakt im Neuen Palais. Zahn Wei (oder auch „Prinz Chun“ genannt, bei der Suchmaschine Baidu nach „爱新觉罗·载沣“ suchen) musste 1901 als Sondergesandter nach Potsdam reisen und sich beim Kaiser entschuldigen.

Chinesisches Haus im Park Sanssouci

Was ist am Chinesischen Haus „echt chinesisch“? Anna und Lina meinen, es sei sehr wenig. Von 1755 bis 1764 wurde der Pavillon im Stil der Chinoiserie erbaut. Das war damals Zeitgeschmack. Auch an anderen Orten finden sich Gebäude im Stil der Chinoiserie. Das einzig chinesische Original befindet sich auf der Wiese. Es ist das Dampfgefäß mit den Swastiken.

Ist das Teehaus wirklich chinesisch?

Groß Friedrichsburg und Sklavenhandel

Der Spaziergang führt uns weiter. Vor Schloss Sanssouci bleiben wir stehen. Hier holen die beiden eine Zeitachse hervor um uns zu zeigen, welcher Vorfahr des Alten Fritz die Kolonialisierung begann. Friedrich Wilhelm von Brandenburg („Der Große Kurfürst„) sah, dass der Überseehandel auch kleineren Staaten große Gewinne einbrachte. Er entsandte eine Flotte und forcierte den Aufbau eines Kolonialreichs (in einem vergleichsweise kleinen Maßstab). So entstand in Ghana die Kolonie „Groß Friedrichsburg“. Von hier aus verschiffte man Sklaven in die Karibik.

Sklaven kamen auch nach Preußen. Hatte ich mir darüber vorher schon einmal Gedanken gemacht? Nein. Ich war erschrocken darüber, so naiv gewesen zu sein.

Unter Friedrich Wilhelm I. wurde Groß Friedrichsburg an die Niederländer verkauft. Auch am preußischen Hof gab Schwarze Bedienstete, die auf einigen Gemälden portraitiert sind.

Das M-Rondell

Unsere letze Station ist das M-Rondell. Hier befinden sich zwei Marmorbüsten, die Schwarze Menschen porträtieren. Es handelt sich um Kopien. Nach wem die Originale modelliert wurden und wen die Büsten darstellen, ist nicht bekannt.

Es gab vor einigen Jahren in Potsdam eine Diskussion, warum das M-Rondell auch heute noch so heißt und ob man dies nicht umbenennen könnte – oder zumindest eine erklärende Tafel aufstellen könnte. Beides wird jedoch nicht zugelassen. Die Begründung lautet, dass der Name historisch sei und der Park kein Museum. Es muss noch viel passieren (mehr dazu hier).

Postkolonialer Spaziergang im Park Sanssouci endet im M-Rondell

Erste Erkenntnisse

Das Thema ist komplex und heiß diskutiert. Je mehr ich mich damit befasse, desto verwirrender ist alles. Mir fallen Denkmuster auf, die ich vorher nicht hinterfragte.

Eines ist mir einigermaßen klar: ich habe Privilegien, derer ich mir nicht bewusst bin. Ich gehöre keiner marginalisierten Gruppe an. Und so kann ich auch nicht genau wissen, wie Rassismus sich anfühlt. Das Einzige, was ich tun kann, ist Schwarze Menschen zu unterstützen und mich weiterbilden. Für die Denkanstöße bin ich dankbar. So ein Postkolonialer Spaziergang bringt Steine ins Rollen.

Material von Postcolonial Potsdam
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