Entdecke Potsdam mit der Kamera. Und mit mir.

Kategorie: Fotospots in Potsdam (Seite 1 von 2)

Fotospots in Potsdam, die perfekt für alle sind, die gerne fotografieren. Interessante Motive, kreative Locations für Porträts und die unbekannteren Ecken möchte ich euch vorstellen.

Welche Fotospots in Potsdam solltest du unbedingt gesehen haben, wenn du nur wenig Zeit hast?
Hier würde ich unbedingt Schloss Sanssouci empfehlen – natürlich! Aber gerade auch das Neue Palais, die Römischen Bäder oder auch der Alte Markt, der ganz nahe am Hauptbahnhof liegt, sind wunderbare Potsdamer Fotospots.

Welche Fotospots sind die richtigen, wenn du viel Zeit hast?
Dann schau doch ruhig zum Ruinenberg, in die Gänge der Friedenskirche oder in das Holländische Viertel. Hier findest du an jeder Ecke schöne Fotomotive.

Kirschblüte am Wiesenpark

Es ist wieder Kirschblüten-Zeit in Potsdam! Überall blühen sie und am Kleinen Wiesenpark sind zuerst die rosafarbenen Blüten dran, danach folgen die weißen.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wo denn überhaupt dieser Kleine Wiesenpark ist? Schaut mal bei Google Maps. Zudem kommt ihr mit der Tram 92, Haltestelle Hannes-Meier-Straße sehr gut dort hin.

Fotografisch besonders spannend ist für mich der Kontrast zwischen dem Sportplatz (ganz modern und clean) und den üppigen Blüten.

Wer diese Fotos kostenlos nutzen möchte, findet sie unter https://www.pexels.com/de-de/@potsdamomente.

Mohnblumenfelder in der Lennéschen Feldflur

Im Sommer 2020 waren die Fehler der Lennéschen Feldflur voller Rot und voller Fotograf*innen! Der Mohn blühte wie verrückt und verzauberte mich. Gerade bei Sonnenuntergang wirkte alles zu schön, um wahr zu sein. Mit euch möchte ich noch einmal kurz zurückblicken in den vergangenen Sommer. Aber seht doch einfach selbst…

Ideen sammeln für Mohnfotos

Es gibt so viele schöne Möglichkeiten, die Mohnblüte abzulichten – und ich denke auch sehr darüber nach, ob nicht auch Porträtfotos hier schön wären. Auf Pinterest habe ich begonnen, Ideen für schöne Mohnfotos zu sammeln. Vielleicht kommt der Mohn ja im nächsten Jahr nochmal auf die Felder? Dann bin vorbereitet!

  • Mohnblumen in Verbindung mit einem Spinnennetz im Gegenlicht – hier wäre es gut, Wassertropfen aufzusprühen
  • Ganz klassisch: eine schöne Frau in einem mohnblumenroten Kleid, steht auf dem Mohnblumenfeld. Hier wäre ein Teleobjektiv gut, damit die Blüten nicht zu klein wirken.
  • Eine Person hält auf dem Mohnfeld einen üppigen Strauß aus Feldblumen in der Hand.
  • Eine Mohnblüte direkt vor der untergehenden Sonne platzieren – vielleicht mit einem Makroobjektiv fotografieren?
  • Vielleicht fällt mir bis zum Sommer noch mehr ein.
Schon fast verblüht: Mohn in der Lennéschen Feldflur
Wenn die Sonne genau im richtigen Winkel steht

Bitte Rücksicht nehmen

Die Mohnfelder sind einfach schön. Genau das jedoch wird ihnen zum Verhängnis, denn natürlich nutzen Fotograf*innen die Chance und gehen hinein. Immer mehr Trampelpfade entstehen, während im Sommer die Mohnfelder zur Pilgerstätte werden. Das ist nicht gut und ziemlich bald auch nicht mehr schön anzusehen.

  • Nutzt vorhandene Pfade. Trampelt keine Pfade ins Feld.
  • Geht nicht tief in die Felder, bleibt am Rand und nehmt Rücksicht, denn sonst könnt ihr großen Schaden anrichten.
  • Überlegt ganz genau, ob ihr wirklich in das Feld gehen solltet oder ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, ein Foto zu machen.
  • Meist blieb ich am Feldrand und ging einfach ganz tief auf den Boden. Wenn die Sonne tief steht, ist der Feldrand eines der besten Motive.

Der Ruinenberg in Potsdam – Erbaut aus Sehnsucht nach Italien

Einer meiner liebsten Foto-Orte ist der Ruinenberg in Potsdam. Der kleine Wald drumherum, die Aussicht zum Ehrenhof des Schloss Sanssouci und am Fuße des Berges dann der Bornstedter See mit dem Krongut – es ist einfach zu schön! Zudem gibt es dort auch einen Aussichtsturm, der aber nur an ganz wenigen Tagen geöffnet ist (unten findest du ein Foto von der Aussicht).

Wie komme ich zum Ruinenberg?

Dwer Ruinenberg befindet sich im Potsdamer Norden im Stadtteil Bornstedt. Er liegt nahe am Schloss Sanssouci, der Historischen Mühle und dem Krongut. Wenn du zu Fuß aus dem Park Sanssouci kommst, kannst du an der Ampel, die sich am Café Remise befindet, die Straße überqueren.

  • Mit der Straßenbahn (Linie 92) oder mit dem Bus (Linie 692). Steig an der Haltestelle “Kirschallee” aus.
  • Mit dem Fahrrad über die Pappelallee. Tipp: schließ das Fahrrad an einer sicheren Stelle an (z.B. Beim Rewe-Markt am Johan-Boumann-Platz) und lauf den Rest des Weges zu Fuß.
  • Mit dem Auto kannst du auf dem Park & Ride parken und dann über den Reiherweg hoch zum Ruinenberg laufen.

Der Weg ist nicht barrierefrei, denn nach oben führt ein etwas steiler, aber breiter Kiesweg. Mit dem Kinderwagen solltest du keine Probleme haben.

Auf dem Ruinenberg

Wie sieht es auf dem Ruinenberg aus?

Der Ruinenberg ist ein Hügel (früher Hünenberg genannt), auf dem es so aussieht, als wäre dort ein vergessener Tempel aus der Antike dem Verfall preisgegeben. Hinter dem Wasserbecken seht ihr eine gebogene Amphitheatermauer mit Bögen und Fenstern. Es wirkt wie eine Ruine aus der Antike.
Daran angeschlossen ist der Normannenturm, der schon von Weitem gut zu sehen ist und von dem man (wenn man denn einmal hinauf kann, es gibt besondere Öffnungstage) eine schöne Aussicht auf Potsdam genießen kann.

Dazu findet man auf den Ruinenberg noch eine kleine Pyramide und einen runden Tempel, sowie ein Monument aus Säulen, die wie zufällig gerade eingestürzt wirken. Umgeben ist das Ensemble von einem lichten Wald.

Monumente auf dem Ruinenberg

  • Normannenturm
  • Gebogene Steinmauer mit Fensterbögen
  • Großes Wassersammelbecken
  • Pyramidenstumpf
  • Rundtempel ohne Dach
  • Drei stehende Säulen und eine gekippte Säule
  • Wasserquelle und Wasserlauf

Aussichtsturm auf dem Ruinenberg

Vom Ruinenberg aus hast du eine einmalige Sicht auf den Ehrenhof des Schloss Sanssouci. Dahinter kannst du den spitzen Turm der Erlöserkirche sehen und bei gutem Wetter meist auch den Turm auf der Insel Hermannswerder. Unübersehbar sind auch die Bauten des Potsdamer Westens.

Eine noch umfassendere Aussicht hast du vom Normannenturm aus. Dieser ist nur ganz selten geöffnet – wenn du die Chance hast, ihn bei einer seiner seltenen Öffnungen zu besuchen, nutze sie! Meist findest du unter dem Stichwort “Phantastische Aussichten” die Termine. Für das Jahr 2021 gibt es derzeit leider noch keine Termine für Sonderöffnungen. Hier zeige ich dir, wie die Aussicht vom Turm aus aussieht:

Das ist die Aussicht vom Normannenturm auf den Ruinenberg

Warum wurde das Ensemble auf dem Ruinenberg erbaut?

In Potsdam scheint selten etwas zu existieren, ohne dass es dafür eine schmückende Fassade gibt. Das große Wassersammelbecken sollte einst genug Kraft geben, um die Wasserspiele und vor allem die Fontäne im Park Sanssouci sprudeln zu lassen.

Staffagen gab es auch in englischen Landschaftsparks. Die Kulisse einer antiken Tempelruine ist ein romantischer Anblick, den König Friedrich II. von Schloss Sanssouci hatte. Er wähnte sich gerne in Italien – auch wenn er dort Zeit seines Lebens nie weilen konnte. 1748 ließ er das Ensemble errichten.

Als Friedrich Wilhelm IV. den Thron bestieg, ließ er 1840 von Peter Josef Lenné den Ruinenberg landschaftlich gestalten. Bäume und Sträucher wurden gepflanzt und die Sichtachse zu Schloss Sanssouci wurde so schön gestaltet, wie wir sie jetzt sehen können.

Der #SchoeneMorgenWalk in Potsdam

Schon viele Wochen vor dem 20. Oktober wurde über den Instagram-Account @SchoeneMorgenWalk angekündigt, dass es bald in Potsdam einen Instawalk geben würde. Das war gut, so konnte ich mir den Tag freihalten und mich lange darauf freuen.

Organisiert wurde der Instawalk durch Potsdam von Mulinarius (Matthias) und Potsdamagram (Steven). Die beiden sind Profis und das zog sich durch viele Details:

  • Die frühe Ankündigung und die Erinnerungen an den #schoenemorgenwalk
  • damit alle wussten, wer dabei ist, kommentieren die Teilnehmer*innen unter einem bestimmten Beitrag (ein sehr geringer Aufwand, keine Webseite, kein extra Formular zum Ausfüllen)
  • vor Ort bekam jede*r einen Aufkleber zum Beschriften – so konnte man leicht sein Gegenüber bei Instagram wiederfinden
  • Matthias filmte während des Instawalks, um später noch einen schönen Rückblick mit allen teilen zu können – die perfekte Werbung für den nächsten Instawalk!

Start am Hauptbahnhof noch vor Sonnenaufgang

Mehr und mehr Menschen sammelten sich gegen sieben Uhr morgens am Treffpunkt im Potsdamer Hauptbahnhof.

Ich bin mir nicht mehr sicher, wie viele wir waren, aber es bildete sich ein riesiger Kreis aus Menschen. Manche kannte ich, aber viele waren mir noch unbekannt.

Um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen, machten wir uns in dieser großen Menschengruppe auf den Weg zum Alten Markt.

Menschen treffen sich in der Dunkelheit zum #SchoneMorgenWalk

Sonnenaufgang am Alten Markt

Wir hatten großes Glück, der Sonnenaufgang war wunderschön! Der Himmel glühte und die Morgenröte zog hinter dem Museum Barberini auf.

Warme Sonnenstrahlen hüllten die Kuppel der Nikolaikirche in derart rot leuchtendes Licht, dass ich mich (verschlafen, wie ich war) erst einmal nach einem Scheinwerfer umsah.

Der Alte Markt ist ein Ort, an dem es sich wunderbar mit Linien und Perspektiven spielen lässt. Das war mir aber vorher noch nie so bewusst. Erst durch die anderen Teilnehmer*innen erkannte ich neue Möglichkeiten. Das ist eine der besten Aspekte an einem gemeinsamen Instawalk: die vielen neuen Sichtweisen.

Weiter zum Holländischen Viertel

Die nächste Station nach dem Alten Markt war das Holländische Viertel. Gut, dass wir schon so zeitig unterwegs waren, denn so war es noch relativ leer. Trotzdem blieben wir als Gruppe von so vielen Menschen doch nicht ganz unbemerkt.

Herbstlaub fällt vor einer schönen Tür im Holländischen Viertel

Was ich hier besonders schön fand, war das Miteinander. Bei einem Instawalk trifft man doch immer auf Gleichgesinnte und mir fällt es so viel leichter, mit anderes ins Gespräch zu kommen. Man hilft sich, gibt Tipps und wirft für einander dekoratives Herbstlaub ins Bild.

Hier wirft man schon mal für die anderen Laub ins Bild

Instawalk im Park Sanssouci

Nachdem wir ausgiebig Teile der Gutenbergstraße, Benkertstraße und Mittelstraße vor die Linse genommen hatten, wendeten wir uns dem Nauener Tor zu. Hier sind die Straßenbahnschienen, die direkt durch das Tor gehen, immer besonders schöne Motive – wenn ausnahmsweise mal kein reger Verkehr herrscht.

Wir folgten dann der Hegelalle und der Schopenhauerstraße in Richtung des Luisenplatz, unser Ziel war natürlich das Grüne Gitter. Das ist einer der Eingänge zum Park Sanssouci. Im Park hielten wir uns lange Zeit an der Fontäne vor dem Schloss auf. Hier finden sich einfach so viele spannende Motive:

  • Die Schwäne im Wasserbecken
  • Die Statuen im Rondell
  • Die Terrassen mit Wein und Feigen und ihren Glasfenstern
  • Die vielen Stufen vor dem Schloss

Die Gruppe machte sich dann auf den Weg zur Friedenskirche. Meine Familie fing mich jedoch vorher ab und wir gingen in die andere Richtung, um den Paradiesgarten zu besuchen. Das ist einer meiner Lieblingsorte!

Foto-Tricks für’s Handgepäck

Matthias (Mulinarius) ist ein Profi und war dementsprechend bestens vorbereitet. Er nutzte nicht nur das Herbstlaub, um interessante Bildeffekte zu erzeugen, sondern hatte noch mehr “Tricks” im Gepäck:

  • Er hatte Vogelfutter dabei – ideal, um die Tauben (die sind wirklich überall!) anzulocken und einen dramatischen Vogelflug ins Foto zu holen
  • Mit einer großen Sprühflasche konnte er Spinnennetzen noch einmal einen Tau-Effekt verleihen

Was für Hilfsmittel kann man noch nutzen, um die Fotos interessanter zu gestalten?

  • eine Flasche mit Wasser, um Pfützen zu erzeugen, wenn mal welche gebraucht werden
  • Das Display des Smartphones kann super als Reflexionsfläche vor die Linse gehalten werden
  • Eine LED-Lichterkette kann ein schönes Bokeh erzeugen

Zum #SchoeneMorgenWalk würde ich beim nächsten Mal auch unbedingt ein Stativ mitbringen, denn es war anfangs doch noch recht dunkel.

Es war mal wieder sehr bereichernd und schön, andere Menschen zu treffen, die ebenso sehr die Fotografie lieben!

Botanischer Garten Potsdam – Fotografieren in den Gewächshäusern

Ich liebe es, durch Gärten und Gewächshäuser zu gehen – wie gut, dass wir hier in Potsdam nicht nur die Biosphäre, sondern auch einen wunderbaren Botanischen Garten haben. In diesem Beitrag möchte ich dir meine Erfahrungen zum Fotografieren in den Gewächshäusern des Botanischen Garten teilen und dir meine Bilder zeigen.

Wo befindet sich der Botanische Garten in Potsdam und was ist das Besondere daran?

Du findest den Botanischen Garten in der Nähe des Orangerieschlosses, an der Maulbeerallee in Potsdam. Er verfügt über wunderschöne Freilandanlagen (der Paradiesgarten ist ein Teil davon) und Gewächshäuser.

Die Gewächshäuser des Botanischen Garten sind täglich geöffnet. Alles zur Anfahrt und den genauen Öffnungszeiten kannst du auf der Webseite des Botanischen Garten finden.

Das Besondere an den Gewächshäusern des botanischen Gartens in Potsdam sind aus fotografischer Sicht für mich diese Aspekte:

  • die Mischung aus einfachen Glastüren, etwas Metall und einem Reichtum von Pflanzen
  • niedliche Tiere, die sich hier und dort verstecken
  • die vielen hängenden Tillandsien
  • der Charme des “Alten”
  • die Ruhe dort

Wäre ich botanisch bewandert, gäbe es aber sicherlich noch viel interessantere Aspekte. Ich besitze eher einen braunen Daumen und kenne mich mit Pflanzen wenig aus, jedoch liebe ich es, in den Gewächshäusern zu fotografieren.

Was kann ich im Botanischen Garten in Potsdam fotografieren?

Meine Tipps sollen nur eine Inspiration sein. Ich bin sicher, dass jede*r seine eigenen Favoriten finden wird.

Die Vielfalt an Grüntönen

Grün in allen Facetten, im Schatten und von Sonnenlicht durchleuchtet – im Botanischen Garten wartet ein Meer aus Grüntönen.

Eine mit Grün bewachsene Wand im Botanischen Garten

Spiel mit Unschärfe

Das Spiel mit einer offenen Blende und der daraus entstehenden Unschärfe macht mir besonders bei den kleinen Details Spaß. Es ist immer gut, ein lichtstarkes Objektiv dabei zu haben.

Tiere im Botanischen Garten

Neben all den Pflanzen wäre der Botanische Garten in Potsdam nicht komplett ohne die winzigen Helfer, Zwergwachteln! Sie sind winzig und sehr niedlich. Zudem gibt es auch Fische und Schildkröten.

Gewächshäuser und Technik

Man kann sagen, dass in einem Botanischen Garten alle Pflanzen in einer Art Gefangenschaft aufwachsen. Ich finde es spannend, diese Abgrenzung zum eigentlichen Lebensraum auch in Fotos darzustellen.

Das Gewächshaus und dessen Technik sind gute Kontraste zur Pflanzenwelt

Kleine Welten in den Gewächshäusern

In jedem der Gewächshäuser kann man in eine eigene kleine Welt eintauchen. Ich liebe den Seerosenteich.

Auch das Gewächshaus mit den Sukkulenten versetzt mich immer wieder in Staunen. Es ist so anders, als die anderen Gewächshäuser. Aber Tillandsien gibt es hier ebenfalls. Oftmals habe ich hier schon Leute beobachtet, die Portraitfotos gemacht haben. E scheint eine gute Kulisse für Instagram-Fotos zu sein 😉

Sukkulenten im Botanischen Garten Potsdam

Meine Tipps

Das sind meine Tipps zum Fotografieren im Botanischen Garten. Ich hoffe, sie helfen euch weiter!

Im Winter beschlagen alle Linsen.

Der Temperaturwechsel lässt Brille und Objektiv leicht beschlagen. Ich würde empfehlen, den Botanischen Garten nicht im tiefsten Winter zu besuchen, um Fotos dort zu machen. Ein Mikrofasertuch schafft nur für kurze Zeit Abhilfe. Gute Tipps gegen beschlagene Gläser findet ihr hier.

Auf Augenhöhe mit den Pflanzen gehen

Die besten Fotos entstehen, wenn du die Pflanzen aus ihrer eigenen Höhe fotografierst.

Zeit nehmen

Der Botanische Garten in Potsdam ist nicht riesig. Trotzdem gibt es so viele Kleinigkeiten und Details. Bringt viel Zeit mit.

In den Kalender schauen

Der Botanische Garten beherbergt faszinierende Pflanzen, die nur zu ganz bestimmten Zeiten blühen. Ich würde euch sehr empfehlen, für besondere Höhepunkte in den Kalender des Botanischen Garten zu schauen.

Aussichtsplattform der Nikolaikirche – Weite Sicht über Potsdam

Von der Aussichtsplattform der Nikolaikirche in Potsdam könnt ihr eine weite Sicht über Potsdam genießen. In diesem Beitrag möchte ich euch erzählen, warum es sich lohnt, die steilen Stufen hinauf auf den Turm zu erklimmen.

Eine schmale Wendeltreppe, die zur Aussichtsplattform der Nikolaikirche führt

Der Weg zur Aussichtsplattform der Nikolaikirche

Wenn ihr durch den Haupteingang die Kirche betretet, befindet sich gleich rechts eine große Holztür. Nachdem ihr diese durchschritten habt, folgt ihr den Treppen nach links oben, so gelangt ihr zur Empore.

Von der Empore könnt ihr in die Kirche blicken – dort befindet sich ebenso der Ticket-Automat. Pro Person bezahlt ihr fünf Euro Eintritt. Ihr bekommt eine Karte, die ihr in die folgenden Schranken stecken (und wieder heraus ziehen) müsst, um Zutritt zur Aussichtsplattform zu erhalten.

Der Weg zur Aussichtsplattform der Nikolaikirche ist dann einfach zu finden, folgt einfach den Treppenstufen. Ich kann mir vorstellen, dass Gegenverkehr hier sehr unangenehm ist, da die Wendeltreppe sehr eng ist. Auch Kinder solltet ihr beim Hochgehen lieber vor euch laufen lassen. Meine vierjährige Tochter schaffte den Aufstieg gut.

Ausblick über Potsdam von der Nikolaikirche

Aussicht über Potsdam mit Engeln

Habt ihr die erste Wendeltreppe passiert, werdet ihr schon mit einem tollen Ausblick belohnt.

Es gibt danach noch eine zweite, etwas engere Wendeltreppe. Ist auch diese erklommen, habt ihr eine der besten Aussichten über Potsdam, die es gibt. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis in die letzten Ecken Potsdams. Das Gefühl, dort oben zu stehen, ist atemberaubend schön!

Blick auf das Hotel Mercure von der Nikolaikirche

Die Aussicht von der Nikolaikirche ist einmalig

Es gibt in Potsdam einige Möglichkeiten, eine schöne Aussicht zu genießen (ich plane auch, darauf einmal näher einzugehen 😀 ). Besonderheiten am Ausblick von der Plattform der Nikolaikirche sind:

  • Die Engel, die ihr schön in den Vordergrund des Bildes setzen könnt.
  • Ihr könnt in alle Richtungen Blicken, die Sicht wird nicht eingeschränkt, da ihr sehr weit oben seid.
  • Ihr befindet euch in der historischen Mitte Potsdams, im uralten Kern der Stadt. So seht ihr, wie sich Potsdam in der Historie ausgedehnt hat.
Ausblick auf das alte Rathaus mit Atlas und Hochhäuser am Humboldtring

Auch, wenn fünf Euro pro Person doch schon eine Menge Geld sind – es lohnt sich. Vor allem, wenn ihr ein wenig Hintergrundwissen mitbringt, seht ihr Potsdam hier noch einmal mit ganz anderen Augen. Ihr seht, wie vielfältig es hier ist, wie lebendig, wie grün, weit und offen. Ich freue mich auf den Sommer, dann werde ich bestimmt noch einmal den Aufstieg wagen und mir das grüne Potsdam von oben ansehen.

Ausblick von der Nikolaikirche auf Platz der Einheit, Friedrich-Ebert-Straße

Wie ihr zu der Aussichtsplattform gelangt

Gesamtzeit: 20 Minuten

Nikolaikirche betreten

Am besten der Person vorne freundlich “Hallo” sagen und ein Zeichen geben, dass ihr hoch zur Aussichtsplattform möchtet.

Holztür rechts, dann Treppen nach oben links zur Empore

Gleich nachdem ihr die Kirche betretet, befindet sich rechts von euch eine große Holztür. Hinter dieser liegt die Treppe, die zur Empore führt.

Ticket ziehen

Auf der Empore befindet sich der Ticket-Automat, hier müssen pro Person 5 Euro bezahlt werden. Behaltet die Tickets immer bei euch. Nachdem ihr die Tickets in die Schranken gesteckt habt, zieht sie dort auch wieder heraus.

Monitor für Gegenverkehr

Vor der ersten Wendeltreppe seht ihr, was für “Verkehr” auf der Treppe herrscht. Sehr praktisch, denn es kann schon vorkommen, dass es zu voll ist.

Treppen hoch und Aussicht genießen

Noch ein Tipp für ganz oben: auf dem Geländer stehen Hinweise, auf welche besonderen Bauwerke oder Orte ihr gerade blickt.

Portäts mit Babybauch in der Friedenskirche

Ich wollte mich schon lange Zeit mehr auf die Portraitfotografie konzentrieren – gerade auch vor einer Potsdamer Kulisse. Was mir fehlte waren Selbstvertrauen und bereitwillige Fotomodelle (wer möchte, kann sich gerne bei mir melden!). Langsam erzielte ich aber immer wieder ganz kleine Erfolge mit sehr spontanen Portraits, die ich im Rahmen meiner Arbeits gemacht habe. Es wurde Zeit, für eine echte Herausforderung!

Paar fotografieren in der Friedenskirche

Für mein erstes Portrait-Shooting in Potsdam habe ich die Friedenskirche als Kulisse ausgesucht. Dieser Ort hat so viel Spiel von Licht und Schatten zu bieten, ist zur richtigen Tageszeit nicht zu voll und irgendwie erinnert er an Italien.

Der lange Gang in der Friedenskirche bot sich für Paar-Fotos von Sophie und Roman an. Die beiden erwarteten ihr zweites Kind und so wollte ich gerne “Paar-Momente” und Sophies Babybauch festhalten.

Im langen Gang der Friedenskirche konnten wir schöne Silhouetten einfangen. Das Licht- und Schattenspiel am kleinen Brunnen war perfekt für die Rückenansicht, weil so der Schatten der Blätter Sohpies Rücken schmückte.

Besinnlicher Moment Gegenlicht

Wir haben das Gegenlicht aber nicht nur für Silhouetten genutzt. Ich hatte meinen großen Reflektor dabei und so konnten wir – trotz Gegenlicht – schöne Portraits auf den Stufen der Friedenskirche machen. Ich mag den ruhigen Ausdruck von Sophie hier sehr.

Hinter der Friedenskirche ist das Licht ebenfalls toll

Sophie und Roman hatten auch ihre Tochter dabei. Fotos mit den Dreien wollte ich ebenfalls machen. Das war für mich eine besondere Herausforderung. Bisher hatte ich mich meist auf eine oder zwei Personen konzentriert. Aber es hat solchen Spaß gemacht, die Drei abzulichten, dass ich gar keine Anspannung gespürt habe. Nur Konzentration, Aufregung vor allem Freude waren dabei.

Hinter der Friedenskirche gibt es einen Platz, der von Plantanen umgeben ist. Hier war das Licht am Nachmittag einfach traumhaft. Auch der Laubengang, der sich ganz in der Nähe befindet, bot die perfekte Kulisse für Gegenlichtaufnahmen.

Ziel: Mehr Portraits

Es hat so, so viel Spaß gemacht! Auch die Nachbearbeitung der Bilder hat mir so viel Freude bereitet, dass ich damit an zwei Abenden durch war. Ich würde gerne noch viel öfter Portraits vor einer Potsdamer Kulisse fotografieren. Jede*r, die/der gerne schöne Portrait-Fotos in Potsdam von mir haben möchte, kann sich gerne bei mir melden. Da ich das als Ausgleich zum Alltag mache, wäre das Modeln schon die Gegenleistung für mein Fotografieren.

Das Holländische Viertel als Fotospot entdecken

Wer das Holländische Viertel fotografisch entdecken möchte, bekommt hier viele Anregungen für tolle Fotos. Hier gibt es Geheimtipps, versteckte Details und Dinge, die ihr unbedingt sehen müsst. Ihr bekommt einen Eindruck von den verschiedenen Haustypen und von kleinen Details, die so vielleicht gar nicht auffallen. Ihr werdet sehen, es ist einer der besten Fotospots in Potsdam.

Achte beim Fotografieren doch mal auf diese Details:

Fenster und Türen mit ihrer speziellen Optik

Bepflanzungen, rund um Bäume in den Seitenstraßen

Unbedingt die Hausflure und Innenhöfe ansehen, wenn öffentlich zugänglich

Schaufenster, besonders im Dunkeln

Warum gibt es ein Holländisches Viertel in Potsdam?

Das Holländische Viertel in Potsdam ist wie ein kleiner Ausflug nach Amsterdam. Eine Erinnerung an Holland sollte es auch sein. Der “Soldatenkönig” Friedrich Wilhelm I. (1688 – 1740) bewunderte die Oranier in Holland. Reisen führten ihn dort hin und prägten seine Vorlieben für den zweckmäßigen Baustil. Zwischen 1733 und 1742 ließ er das Holländische Viertel erbauen. 134 Ziegelstein-Häuser, die in Carees angeordnet sind, bilden das Viertel.

Der vom holländischen Fortschritt inspirierte König wollte Handwerker nach Potsdam locken, um von deren Wissen profitieren zu können. Dieser Plan ging nicht ganz auf und so bezogen vor allem preußische Soldaten die Häuser, aber auch französische Handelsvertreter und wenige Holländer.

Und heute? Die Anziehungskraft, die sich Friedrich Wilhelm I. so wünschte, ist jetzt da – sie wirkt besonders auf Gäste der Stadt. Hierhin zieht es Gastronomie, Galerien und Geschäfte mit dem gewissen Etwas.

Haustypen Holländischen Viertel

In der Galerie unten seht ihr, wie unterschiedlich das Aussehen der Häuser im Holländischen Viertel ist. Es gibt Variationen in der Gestaltung, jedoch tauchen drei Haustypen immer wieder auf:

  • Alleinstehende Traufenhäuser
  • Gereihte Traufenhäuser
  • Giebelhäuser

Alle diese Häuser sind im Laufe der Zeit etwas angepasst oder verändert worden. Manche mussten erst in einen schlimmen Zustand kommen, um dann viele Jahre später wieder restauriert zu werden.

Dennoch erkennt man auch heute noch die Vorbilder aus Holland. Bestimmte Gestaltungselemente sind ganz typisch:

  • die weiß-grünen Fensterläden
  • die Gestaltung der Giebel
  • mit weißem Holz verzierte Eingänge
  • und natürlich der rote Backstein

Wenn man so ein Haus und vor allem die Geschichte des Holländischen Viertels einmal näher kennenlernen möchte, sollte man das Jan-Boumann-Haus besuchen.

Die Giebel der Häuser sind wirklich hübsch, oder?
Details: Geschnitzter Fensterrahmen

Wunderschöne Holztüren mit geschnitzen Ornamenten

Nach Türen in Potsdam halte ich ja sowieso immer Ausschau, aber die im Holländischen Viertel sind so schön, dass sie je nach Jahreszeit einen anderen Eindruck machen (also müssen sie auch öfter fotografiert werden).

In der Galerie unten seht ihr eine kleine Auswahl der Türen. Besonders schön finde ich die großen Doppel-Türen, die manchmal auch mit Holzschnitzereien umrahmt sind.

Verzierungen und Schnitzereien im niederländischen Stil
Große weißes Tür an einem der Backsteinhäuser im Holländischen Viertel
Tür mit zwei Außenflügeln

In den Straßen, an den Häusern und am Rand der Wege findet ihr überall Grün. Je nach Jahreszeit ändert sich die Bepflanzung. So wirkt auch der Blick auf eine Tür immer etwas anders.

Herbstlaub fällt vor einer schönen Tür im Holländischen Viertel
Blaue Tür hinter Laub-Girlanden im Holländischen Viertel

Malerei den und Decken

An einigen Fluren findet ihr detailreiche, blumige oder fantasievolle Bemalungen. Auch Deckenbemalungen sind mir schon aufgefallen, wie in dem Bild oben. Dort passte sogar der Türknauf zu dem Blumenmuster der Deckenmalerei.

Malerei an Wand im Hausflur

Im Bild oben seht ihr einen Flur, der alles hat: Deckenmalerei, verzierte Wände, eine Holztreppe, bei der sogar die Schräge verziert ist und einen gefliesten Boden. Der Innenhof sieht auch idyllisch aus, aber bis dorthin habe ich mich nicht vorgewagt. Steht ein Tor offen, werft ruhig einen Blick in den Flur. Solange ihr respektvoll seit, wird das in Ordnung sein.

Die Blumen tauchen überall auf: an Wänden, Decken, Türgriffen und geschnitzen Türen.
Wenn es gestattet ist, lohnt sich ein Blick in den Hausflur

Backsteinvielfalt

Das Holländische Viertel setzt sich optisch durch die Rottöne des Backstein vom Rest der Häuser ab, die es umschließen. Wenn man genau hinsieht bemerkt man, dass jedes Haus seinen eigenen Farbton hat und auch die Steine selbst weisen eine unterschiedliche Struktur auf. Backstein ist nicht gleich Backstein – dass ich das mal schreibe! 😀

Aber seht doch mal selbst. Ich habe eine Collage aus unterschiedlichen Backsteinfassaden erstellt, die ich nur bei einem kurzen Gang durch die Häuser an der Kurfürtstenstraße gefunden habe. Bestimmt findet ihr noch viel mehr, wenn ihr auf solche Details achtet. Manchmal kann man sogar noch Überreste alter Beschriftungen an den Fassaden erkennen. Die Texturen geben auf jeden Fall ein interessantes Fotomotiv ab, oder?

Unterschiedliche Farbtöne der Backsteinfassaden

Details und Details

Für mich sind es immer die kleinen Details, die den besonderen Reiz ausmachen. Originelle Blumenbeete, ein alter Briefkasten oder Fenster, die gar keine echten Fenster sind – das alles sieht man vielleicht erst auf den zweiten oder dritten Blick.

Es gibt so schöne Details zu finden

Wenn ihr schon ganz vertieft in das Viertel seit und ganz genau hinseht, werden euch immer mehr solcher Kleinigkeiten auffallen. Habt ihr Lust, eine Fototour durch das Holländische Viertel zu machen? Was ist euch beim Fotografieren besonders wichtig?

Geschnitzte Details am Fenster im Holländischen Viertel
Blick in den Rückspiegel

Biosphäre in Potsdam mit der Kamera entdecken

In diesem Beitrag möchte ich euch meine Lieblings-Fotomotive aus der Biosphäre in Potsdam zeigen. Die Biosphäre in Potsdam ist eine Mischung aus grünem Tropenhaus mit Vögeln, Reptilien, Fischen und Insekten – für Naturliebhaber*innen ein Paradies. In diesem Beitrag möchte ich mich aber allein dem fotografischen Aspekt widmen, denn auch hier ist die Biosphäre ein Ort voller Vielfalt.

Das Äußere der Biosphäre in Potsdam

Die Tropenhalle wurde ursprünglich für die Bundesgartenschau 2001 errichtet, so wie auch der umliegende Park. Wenn ihr auf der Suche nach interessanten Fotomotiven seid – mit der Biosphären-Halle an sich habt ihr schon das erste gefunden. Schon von außen habt ihr mit der Halle ein Motiv, das in jedem Licht anders und aus vielen Perspektiven interessant erscheint.

Die Außenansicht der Biosphären-Halle in Potsdam lädt zum Spielen mit den Perspektiven ein. Beton, Glas und Holz ergeben ein interessantes Bild.

Die Architektur der Biosphären-Halle ist interessant: eine Mischung aus großen Glasfronten, langen Baumstämmen und riesigen Betonbalken. Zwischen den Wällen, die sich auch als Gestaltungselement durch den Park ziehen, ist die Biosphäre in Potsdam eingebettet. Eigentlich wirkt die Biosphären-Halle wie das Gartenhaus einer Riesin, die ein Faible für Beton hat.

Außen Bambus, innen Bambus. Ich finde es toll, dass auch die Bepflanzung außen das Thema Tropen aufgreift.

Werft zur Zeit des Sonnenuntergangs doch mal einen Blick auf die Rückseite der Halle. Hier spiegelt sich der Sonnenuntergang in der großen Glasfront. Das ist ein fantastisches Fotomotiv.

Sonnenuntergang bei der Biosphäre in Potsdam. Das rote Licht der Sonne spiegelt sich in den Glasfronten und auf dem Brunnen.
Auch ein interessanter Verschnitt: Das Pfingstberg-Belvedere hinter der Biosphäre

Eingangsbereich der Biosphäre

Vor dem Eingang der Biosphäre befinden sich zwei Hingucker: ein riesiger Baumstamm und eine aufwendig geschnitzte Holzskulptur. Hier werden gerne Gruppenfotos gemacht (das beobachte ich ganz oft, wenn ich dort vorbei komme). Wenn ihr es bunter mögt, schaut doch einmal weiterer hinten rechts: dort gibt es drei knallbunte Bänke, die für Porträtfotos geeignet sind.

Der Eingangsbereich der Biosphäre in Potsdam ist in Dunkelgrau und Grün gehalten. Schon am Eingang begegnet euch wieder der schräge Wall, den ihr schon von außen kennt. Er ist mit Pflanzen bedeckt. Ein weiter Blickfang sind die wabenförmigen Hocker und die tollen Fotos tropischer Tiere, die (so vermute ich) in der Biosphäre aufgenommen wurden.

Nach dem Bezahlen der Tickets solltet ihr eure Sachen im Spind verstauen, dafür benötigt ihr nur einen Euro Pfand. Das ist sinnvoll, denn ihr werdet schnell ins Schwitzen kommen. Hier herrscht schließlich feucht-warmes Tropenklima. Gegenüber der Spinde begegnen euch schon die ersten Tiere – kleine, niedliche Mäuse, die auf Kinderaugenhöhe in Terrarien leben.

Sonnenstrahlen im Grün

Was die Biosphäre aus fotografischer Perspektive so besonders macht, ist das ungezügelte Licht, das sie durchströmt. Dank der immensen Glasfronten dringt es hinter jedes Blatt. Sonnenstrahlen lassen Blätter grün aufleuchten, sie brechen sich in den Wassertropfen des Geysirs und funkeln auf dem Wasser.

Grün ist meine Lieblingsfarbe – und hier bin ich umgeben von den verschiedensten Abstufungen dieses Farbtons, im Spiel mit dem Licht.

Das Licht ist überall, es bringt die Blätter zum Leuchten. Pflanzen fotografieren in der Biosphäre ist eine wahre Wonne.

Liebt ihr Fotografie auch so sehr, dass ihr jedes Mal in einen Glücksrausch verfallt, wenn ihr gute Motive findet? Glaubt mir, die Biosphäre ist ein Ort, an dem es euch schwer fallen wird, nicht mit einem breiten Grinsen ein ums andere Motiv einzufangen.

Wenn die Sonne ein Blatt durchleuchtet, ist jede einzelne Ader sichtbar – das ist toll für Makro-Aufnahmen. Oft begegnen euch großflächige Blätter schon auf Augenhöhe (ich wage zu behaupten, bei jeder Körpergröße). Wenn ihr dann noch ein Makro-Objektiv dabei habt, könnt ihr ziemlich coole Aufnahmen machen.

Makro-Fotografie in der Biosphäre in Potsdam: Das Licht, das durch die Blätter scheint, macht jede Blatt-Ader sichtbar.

Vormittags scheint das Licht besonders schön auf den Geysir. Dieser befindet sich am Anfang des Rundgangs durch die Biosphäre. Ihr beobachtet ihn am besten von der kleinen Hängebrücke aus, so habt ihr schönes Gegenlicht für eure Fotos. Nun muss jemand noch die Pumpe bedienen, die den Geysir zum Wasserspeien bringt. Die feinen Wassertropfen bilden für kurze Zeit einen Nebel, der die Sonnenstrahlen festhält.

Vormittags bricht sich das Licht der Sonne in den feinen Wassertropfen des Geysirs. Das müsst ihr in der Biosphäre fotografieren – unbedingt!

Exotische Pflanzen

Ein Highlight, das in der Biosphäre in Potsdam jährlich stattfindet, ist die Orchideenblüte. Mögt ihr Orchideen? Die Vielfalt der Pflanzen wir euch staunen lassen.
Orchideen waren euch bisher egal? Nicht schlimm, ihr werdet in ihnen ein weiteres tolles Fotomotiv finden – denn habe ich schon erwähnt, wie vielfältig diese Pflanzen sind?

Die Orchideenblüte in der Biosphäre ist zeitlich begrenzt.

Schön ist auch, wie die Gärtner*innen die Orchideen mal hoch, mal tief pflanzen, sodass ihr die verschiedensten Lichtstimmungen einfangen könnt. Mir gefällt es, sie mit einer geringen Tiefenschärfe einzufangen, sodass die Blüten in der Aufnahme von einem Bokeh umgeben sind.

Orchideen in der Biosphäre in Potsdam sind so verschieden.

Die Zeit der Orchideenblüte ist begrenzt, aber das ganze Jahr über gibt es hier exotische Pflanzen. Sie wachsen nicht in Kübeln oder Kästen, sondern direkt im Boden oder auf den Bäumen – Exemplare, die auf Bäumen wachsen, sind z.B. Bromelien. Ein Gefühl, wie im Dschungel…

Eine Bromelie auf einem Ast in der Biosphäre zu fotografieren ist ganz einfach, wenn man auf der großen Hängebrücke steht.

Auf dem Bild oben seht ihr das Dach der Biosphären-Halle. Ich habe das Foto von einer Brücke gemacht, von der aus ihr das Dschungel-Dickicht von oben sehen könnt.

Ich rate euch, immer mal wieder nach oben zu sehen, einen Blick zur Seite oder über die Schulter zu werfen. Die Motive sind überall und das Licht ändert sich manchmal von einem Moment auf den anderen. Immer wieder faszinieren mich die Blätter, die im Sonnenlicht baden.

Licht fällt durch den “Dschungel” auf Blättern in der Biosphäre.

Schmetterlinge ganz nah – andere Insekten lieber nicht

Immer, wenn ich einen Schmetterling fotografieren möchte, ist er schon auf und davon, wenn ich endlich die Kamera auf ihn richten will… Das passiert euch in der Biosphäre nicht – und das ist so befriedigend! Hier gibt es ein Schmetterlingshaus. Seid vorsichtig, dass euch kein Flieger entwischt, wenn ihr es betretet. Auch Berühren sollte die Falter niemand, sonst verlieren sie den winzigen Schuppen auf ihren Flügeln, mit deren Hilfe sie fliegen können.

Schmetterlinge fotografieren in der Biosphäre macht Spaß, braucht manchmal aber ein ruhiges Händchen.

Je nachdem, wann ihr das Schmetterlingshaus besucht, begegnet euch eine andere Schmetterlings-Fauna. Aber egal, wie die kleine Hütte über den Tropen bevölkert ist – mit ein wenig Geduld gelingt euch hier euer perfektes Schmetterlingsfoto. Die Makrolinse lohnt sich auch hier, wobei ich zu einer größeren Brennweite raten würde, um den Tieren nicht zu nahe zu kommen (Schmetterlingsschuppen und so). Ich benutze gerne mein 105mm-Objektiv.

Die Schmetterlinge sind nicht hinter Glasfronten, manchmal nutzen sie auch Menschen als Landeplatz! Die Biosphäre hält jedoch noch andere Insekten bereit, die ihr vielleicht ungern auf euch hättet, wie z.B. Stabheuschrecken. Diese befinden sich in Terrarien – ich muss zugeben, dass mich bei diesen Tieren der fotografische Ehrgeiz noch nicht gepackt hat…

Insekten ganz nah in der Biosphäre. Fotografiert ihr sie gerne?

Welche Tiere gibt es in der Biosphäre noch zu entdecken?

Auf eurer Reise durch die Biosphäre begegnen euch, neben den Schmetterlingen, noch weitere Tiere. Mal findet ihr sie in Terrarieren – aber es gibt auch freilaufende und -fliegende Vögel! Mal bunt, mal gut getarnt – und immer in Bewegung.

Ein Goldfasan läuft frei in der Biosphäre herum. So ein schönes Tier!

Welche Tiere gibt es noch? Ein kleiner Überblick:

  • ganz am Anfang gibt es die Mäuse.
  • Im Teich seht ihr Schildkröten, die gern in der Sonne baden.
  • Hinter dem Wasserfall wohnen ein kleiner Leguan und Schlangen.
  • Von der kleinen Hängebrücke aus könnt ihr gut die Koi-Karpfen im Teich schwimmen sehen.
  • Zwei riesige Leguane findet ihr, wenn ihr dem Rundgang folgt, in einem Terrarium.
  • Oben im Schmetterlingshaus… na, das wisst ihr ja schon.
  • Dann gibt es wunderschöne Sonnensittiche zu entdecken.
  • Vor dem Eingang zur Aquasphäre seht ihr Wandelnde Blätter und weitere Reptilien.
  • In der Aquasphäre befinden sich Aquarien mit Fischen und Korallen – sehr schön, jedoch nur frontal zu fotografieren, da die Glasscheiben natürlich dick sind.
  • Verschiedene Frösche und noch mehr große Kois findet ihr ganz oben, über der Aquasphäre. Es führt ein Steg in die Mitte des Teichs, sodass ihr die großen Fische gut betrachten könnt.
Ein Leguan, den ihr ganz zu Beginn des Rundgangs in der Biosphäre in Potsdam finden könnt.
In der Aquasphäre findet ihr Aquarien, die wie eine Art Bullauge in einem “U-Boot” eingebaut sind.

Biosphäre in Potsdam: entdeckt sie doch mal selbst!

Konnte ich euch jetzt neugierig machen, die Biosphäre mal aus einer fotografischen Perspektive zu betrachten? Ich finde dort immer wieder schöne Motive. Sogar, wenn es mal voll ist. Das will schon etwas heißen, denn normalerweise mag ich es gar nicht, wenn sich die Menschen auf den Wegen ins Gehege kommen.

Tipps zum Fotografieren in der Biosphäre in Potsdam

Bornimer Feldflur im Winter und Sommer

Die Bornimer Feldflur ist für mich eine Art Geheimtipp in Potsdam. Wo sonst fühlt man sich so ländlich und ist doch so nah an den Gartenarchitekten Sello und Lenné?

Bornimer Feldflur im Januar

In den ersten Tagen des neuen Jahres ist alles noch ganz ruhig, unentschieden und manchmal auch gemütlich. In der Bornimer Feldflur ahnt man vielleicht ein wenig, was im Frühling und Sommer kommen wird.

Uralter Obstbaum mit vielen kleinen Ästen

Klarer Wintermorgen

Es ist so schön, dass es diesen ruhigen, ländlichen Teil Potsdams wieder in dieser Form gibt. Brombeerhecken, alte Obstbäume, kleine Alleen und der Blick in die Weite – es ist ein schöner Ort für ruhige Fotos im Winter und perfekt für einen Spaziergang.

Allee in der Bornimer Feldflur

Überall begegnet man interessanten Bäumen und Alleen. Mal ganz ordentlich aufgereiht und mal ganz wild und verwuchert.

Feld, Bäume und Himmel – schöne Kontraste in der Feldflur

Bornimer Feldflur im Sommer

Im Sommer entwickelt sich die Bornimer Feldfelur zu einem Obstkorb. An jeder Ecke kann man von den leckersten Früchten naschen. Es gibt hier eine Maulbeeralle, in der man den ganzen Nachmittag verbringen kann (und aus der man garantiert mit blauen Fingern zurückkehrt).

Zur Zeit des Sonnenuntergangs steht die Sonne übrigens perfekt, um hier wunderschöne Gegenlichtaufnahmen zu machen. Zwischen Getreidehalmen am Feldrand gibt es in der Bornimer Feldflur viele reizvolle Fotomotive.

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