Einblicke #7 – Akku leer

Irgendwann, zwischen Herbst und Sommer, war mein Akku leer. So leer, dass ich ihn nicht mehr aufladen konnte, denn so ein innerer Akku, der immer irgendwie laufen muss, der brennt aus.

Ich habe an vielen Stellen gespürt, dass ich nicht mehr kann. Bis ich jedoch die Notbremse mit aller Kraft gezogen habe, war ich ein ziemliches Wrack. Ich habe das nicht gerne getan, denn in meinem Kopf kommt es mir manchmal so vor, als hätte ich einfach aufgegeben…

Aus Rücksicht auf mich und alle, die unter meiner schlechten Laune litten, habe ich entschieden, dass ich nicht dort weiterarbeiten kann, wo ich doch ein Jahr lang sehr glücklich und vor allem sehr kreativ gearbeitet habe. Wenn ich jedoch in der letzten Zeit eines gelernt habe, dann ist es doch das:

Was nützt es, anderen alles recht machen zu wollen, wenn es mir selbst dabei schlecht geht? Ich habe nur dieses eine Leben.

Fokus finden

Meine Fotografie ist für mich wichtig. Nicht nur, weil ich so kreativ sein kann. Nein, ganz pragmatisch gesehen komme ich so auch mal an die frische Luft! Und wenn ich so tief im Depriloch stecke, dass nichts mehr geht, dann kommen eben auch keine Fotos mehr zustande.

Ich hoffe, dass sich das im neuen Jahr wieder ändert und es mir dann seelisch und gesundheitlich besser gehen wird.

Auch, wenn es hier lange keine neuen Beiträge gab, habe ich doch im Hintergrund immer wieder an meiner Webseite gewerkelt und Beiträge ausgebessert.

Besser als nichts

Klar, meine DSLR ist und bliebt mein Liebling. Aber mittlerweile finde es ich für mich selbst ok, wenn ich “nur” mit dem Smartphone Fotos gemacht habe. Ich habe einfach nicht den Anspruch, dass diese Bilder perfekt sein sollen. Manchmal sind diese Fotos für mich auch einfach eine Art “Skizze” für eine spätere Aufnahme meiner großen Kamera.

Und noch etwas fällt mir auf. Immer, wenn ich Fotos mache, öffne ich meinen Blick für die Schönheit des Augenblicks:

  • Wie die Sonne durch die Colonnaden am Landtag scheint (das Potsdamer Stonehenge!)
  • Wie das glatte Pflaster des Alten Marktes nach dem Regen in der Nacht glänzt und sich die Lichter darin spiegeln
  • Wie wunderschön das Treppenhaus im Kabinetthaus jedes Mal auf mich wirkt (ich muss immer und immer ein Foto machen)
  • Wie die Freundschaftsinsel im Herbst die Farben wechselt
  • Wie der Weihnachtsmarkt Lichter ins Dunkel holt (auch wenn ich den Markt nichts abgewinnen kann, mag ich doch das Leuchten)

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