Mein Potsdamomente-Kalender und der zu dunkle Druck

Im letzten und vorletzten Jahr gab es immer einen Potsdamomente-Kalender – und auch dieses Jahr wollte ich einen erstellen. Für 2021 sollte der Potsdamomente-Kalender ganz besonders gut werden. Das Kalendarium, die Texte, alles sollte ein bisschen mehr auf die Wünsche derer eingehen, die den Kalender gerne haben wollten.

Ich schmiedete sogar schon Pläne, den Kalender auch bei Etsy zu verkaufen, anstatt ihn zu verschenken. Zudem kümmerte ich mich um eine vernünftige Kalkulation, kaufte schöne feste Umschläge, Seidenpapier und stanzte Etiketten. Jab. Das war schon ein großer Schritt und viel zeit und auch Geld flossen hinein. Ich fühlte fast professionell.

Der Kalender für 2021 sollte besonders gut werden

2021, es soll langsam mal da sein. 2020 ist kaum auszuhalten. Neues Jahr, neuer Kalender! Ich wollte auf jeden Fall ganz pünktlich fertig sein!
Ihr müsst wissen, dass ich meinen allerersten Kalender in solcher Eile erstellte, dass ein Motiv doppelt vorkam – das war 2019.
Den zweiten, für 2020 verschenkte ich dann einfach so, weil ich nett bin. Darin gab es viele Potsdam-Termine, die nie stattfinden konnten.
Den dritten, den für 2021, wollte ich so professionell und gut gestalten, dass ich zumindest meine Produktionskosten wieder ausgleichen konnte. Nun ja. Müsste ich mich selbst beschreiben, wäre es so etwas wie “Chaotische Möchtegern-Perfektionistin mit flatterigem Fokus”. Vielleicht kommt es daher, dass ich immer denke, ich müsste alles gleichzeitig und/oder ganz schnell erledigen (ist das so ein Mutterschafts-Ding?). Keine Gute Eigenschaft, das kann ich euch sagen.

Fotokalender nie ohne Farbprofil drucken lassen

Ich stand mir also (mal wieder) selbst im Weg und übersah, dass ein Farbprofil beim Fotokalender-Druck sehr hilfreich gewesen wäre. Ich habe es nicht beachtet und die Bilder wurden allesamt zu dunkel. Zwei Motive waren einfach nicht mehr zu retten. Was im PDF noch gut aussah, konnte man in Druck dann nicht mehr gebrauchen.

Ich war so unendlich traurig, als ich das Ergebnis sah! Vorher hatte ich einige Leute gebeten, dass sie sich meinen Entwurf ansehen sollten – auch deren Zeit sollte doch nicht umsonst gewesen sein! Also riss ich mich zusammen und ließ bei einem richtig guten Anbieter für Fotoprodukte die Fotos ausbelichten, damit die Töne der Fotografien diesmal nicht verloren gehen sollten. Der Plan ging auf und ich klebte dann in alle Kalender nochmal die zwei Motive ein.

Wenn der Druck viel zu dunkel ist, hilft nur Überkleben!

Fotokalender nie ohne Gewerbeschein verkaufen

So hätte ich die Kalender jetzt dennoch nicht verkaufen können, aber es gab noch eine zweite Sache, die dem ganzen Ding mit dem Verkauf im Weg stand: sobald man etwas verkauft und damit einen Gewinn erzielt, benötigt man einen Gewerbeschein. Diesen hätte ich mir auch noch besorgen können, wäre das in Potsdam online möglich. Hier streikt jedoch die Webseite. Und was da noch alles dranhängt, puh… Ich muss mich da erst einmal einlesen. Vielleicht irgendwann mal ein Shop, denn ich hab schon Lust darauf, mehr Printprodukte zu gestalten. Das macht mir einfach sehr Spaß und ich lerne gerne dazu.

Gibt’s ein Happy End?

Die Kalender lagen nun also bei mir.

Das Papier fühlte sich gut an (wichtig!).

Die Größe war perfekt.

Das Kalendarium gut durchdacht und mit viel guten Feedback gestaltet.

Ein A5-Tischkalender, der bestimmt immer noch sehr gut auf einem Schreibtisch wirken würde.

Nur diese Schönheitsfehler…

Und dann dachte ich mir, warum erfülle ich nicht einfach den Zweck der Instastory und zeige die ganze Misere, wie sie wirklich ist. Realität und so.
Dann passierte etwas Herrliches: Es meldeten sich über den Abend hinweg immer wieder Menschen, die den Kalender trotzdem haben wollten! Ich war so aufgeregt und dauernd brummte mein Handy.

Ich musste überlegen, was ich tun sollte. Also entscheid ich mich wieder für die alte Tradition, die es ja in den Jahren davor auch schon gab: Verschenken. Nur diesmal hatte ich schon so viel Geld ausgegeben für die Umschläge und die Reparatur und das Seidenpapier und ich traute mich dann zum ersten Mal, die Portokosten nicht zu übernehmen. Dafür hatten ausnahmslos alle Verständnis. Das war so ein schönes Gefühl!

Klar, meine Kosten wurden (wieder) nicht gedeckt. Aber es gibt ein paar Leute, die sich trotzdem freuen und das ist toll!

Ich liebe es total, die Kalender zu verpacken und alles zu beschriften.

Postdamomente-Kalender zum Herunterladen

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie der Potsdamomente-Kalender für 2021 nun eigentlich aussieht, dann habe ich etwas für euch. Ein paar Exemplare habe ich hier noch. Schreibt mir einfach, solange ich welche habe, sende ich euch gerne ein Exemplar. Wenn ihr euch den Kalender selbst ausdrucken möchtet, könnt ihr euch das PDF dazu herunterladen. Den Link findet ihr hinter dem Button da unten.

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